Zuhause ist woanders
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| Titel |
Zuhause ist woanders
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| Verfasserangabe |
Enne Koens ; aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann ; mit Bildern von Maartje Kuiper
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| Person | |
| Auflage |
1. Auflage
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| Verlag | |
| Ort |
Hildesheim
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| Umfang |
238 Seiten
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| ISBN13 |
978-3-8369-6371-8
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| Schlagwort | |
| Annotation |
Quelle: 1001 Buch (http://www.1001buch.at/); <br/>Autor: Klaus Nowak; <br/>Rezension aus 1001 Buch, 2/2026:<br/>Von einem Tag auf den anderen ist alles anders. Papa holt den knapp 12-jährigen Icherzähler Mirza von der Schule ab â das hat er noch nie getan! â, setzt ihn ins Auto und fährt drei Tage ohne viele Worte mit ihm über Grenzen und durch fremde Länder. Angekommen in einem kleinen Bergdorf, Papas früherer Heimat, warten fremde Leute, eine fremde Sprache und eine neue Schulklasse mit Kindern, die ihn anschauen, als hätte er was falsch gemacht. Dazu kommen die Angst im Dunkeln, die Sehnsucht nach dem vertrauten Zuhause und dem besten Freund Lukas, mit dem er doch gerade noch zum FuÃballtraining verabredet war. Aber Mirza wischt seine Tränen weg und sagt »Geht schon« auf die Frage des bankrotten Vaters, weil er sieht, dass auch dessen Hände zittern. Der Winter kommt, aber Arbeit und Geld sind nicht in Sicht.<br/>Was in vielen Kinderbüchern zum Thema Flucht und Migration meist anhand von geflüchteten Kindern aus Afghanistan, Syrien oder dem ehemaligen Jugoslawien abgehandelt wird, erzählt die Niederländerin Enne Koens eindringlich und insofern neu und anders, indem sie die Fluchtroute umdreht. Sie schickt ihren Icherzähler aus Mitteleuropa ins beinahe vorindustriell, jedenfalls ländlich-agrarisch geprägte Land der Levaren und erfindet gleich eine eigene Sprache dazu, samt Wörterliste am Ende des Buchs. Mirza hasst diese Sprache. »Sie klingt wie ein Staubsauger, der über den Teppich, das Holz und dann wieder über kalte Fliesen fährt.« Und lernt sie doch erstaunlich schnell. Er ist eben, wie alle Held:innen Koens, nicht nur gut und genau im Beobachten, sondern auch gewitzt und stark genug, um immer wieder neue Wege für sich zu entdecken. In einer Geschichte, die zwischen märchenhafter Phantastik und gegenwärtigem Realismus vom Fremdsein erzählt, auch von ethnischen Konflikten und Rassismus, vom Druck zur Anpassung und Assimilation. Die stimmigen Illustrationen von Maartje Kuiper in Grau-Orange-Tönen bekräftigen zudem das zeitlos Gültige des Erzählten und bieten konzentrierte Ruhepunkte in einem spannenden, facettenreichen Text.<br/>Koens umstellt Mirza mit Helfersfiguren, lässt ihn immer wieder klug, witzig und rührend Zwiesprache mit seinem besten Freund halten â werden wir uns nie wiedersehen? â und gewährt ihm eine gelungene Integration. Auch wenn sie zeigt, wie schwer es ist und wie lange es dauert. Am Ende darf Mirza endlich wieder auf einem FuÃballfeld â pars pro toto â mitspielen. »Ich passe mich nicht an, damit sie mich akzeptieren, ich mache mit, bis sie vergessen, dass ich neu war. Das werde ich machen.«
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| Altersbeschränkung |
0
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Erhältlich in folgenden Bibliotheken
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BIK Bücherei in Korneuburg |
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