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      <marc:subfield code="a">Zuhause ist woanders</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="c">Enne Koens ; aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann ; mit Bildern von Maartje Kuiper</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Hildesheim</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">1. Auflage</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Quelle: 1001 Buch (http://www.1001buch.at/); &lt;br/&gt;Autor: Klaus Nowak; &lt;br/&gt;Rezension aus 1001 Buch, 2/2026:&lt;br/&gt;Von einem Tag auf den anderen ist alles anders. Papa holt den knapp 12-jÃ¤hrigen IcherzÃ¤hler Mirza von der Schule ab â das hat er noch nie getan! â, setzt ihn ins Auto und fÃ¤hrt drei Tage ohne viele Worte mit ihm Ã¼ber Grenzen und durch fremde LÃ¤nder. Angekommen in einem kleinen Bergdorf, Papas frÃ¼herer Heimat, warten fremde Leute, eine fremde Sprache und eine neue Schulklasse mit Kindern, die ihn anschauen, als hÃ¤tte er was falsch gemacht. Dazu kommen die Angst im Dunkeln, die Sehnsucht nach dem vertrauten Zuhause und dem besten Freund Lukas, mit dem er doch gerade noch zum FuÃballtraining verabredet war. Aber Mirza wischt seine TrÃ¤nen weg und sagt Â»Geht schonÂ« auf die Frage des bankrotten Vaters, weil er sieht, dass auch dessen HÃ¤nde zittern. Der Winter kommt, aber Arbeit und Geld sind nicht in Sicht.&lt;br/&gt;Was in vielen KinderbÃ¼chern zum Thema Flucht und Migration meist anhand von geflÃ¼chteten Kindern aus Afghanistan, Syrien oder dem ehemaligen Jugoslawien abgehandelt wird, erzÃ¤hlt die NiederlÃ¤nderin Enne Koens eindringlich und insofern neu und anders, indem sie die Fluchtroute umdreht. Sie schickt ihren IcherzÃ¤hler aus Mitteleuropa ins beinahe vorindustriell, jedenfalls lÃ¤ndlich-agrarisch geprÃ¤gte Land der Levaren und erfindet gleich eine eigene Sprache dazu, samt WÃ¶rterliste am Ende des Buchs. Mirza hasst diese Sprache. Â»Sie klingt wie ein Staubsauger, der Ã¼ber den Teppich, das Holz und dann wieder Ã¼ber kalte Fliesen fÃ¤hrt.Â« Und lernt sie doch erstaunlich schnell. Er ist eben, wie alle Held:innen Koens, nicht nur gut und genau im Beobachten, sondern auch gewitzt und stark genug, um immer wieder neue Wege fÃ¼r sich zu entdecken. In einer Geschichte, die zwischen mÃ¤rchenhafter Phantastik und gegenwÃ¤rtigem Realismus vom Fremdsein erzÃ¤hlt, auch von ethnischen Konflikten und Rassismus, vom Druck zur Anpassung und Assimilation. Die stimmigen Illustrationen von Maartje Kuiper in Grau-Orange-TÃ¶nen bekrÃ¤ftigen zudem das zeitlos GÃ¼ltige des ErzÃ¤hlten und bieten konzentrierte Ruhepunkte in einem spannenden, facettenreichen Text.&lt;br/&gt;Koens umstellt Mirza mit Helfersfiguren, lÃ¤sst ihn immer wieder klug, witzig und rÃ¼hrend Zwiesprache mit seinem besten Freund halten â werden wir uns nie wiedersehen? â und gewÃ¤hrt ihm eine gelungene Integration. Auch wenn sie zeigt, wie schwer es ist und wie lange es dauert. Am Ende darf Mirza endlich wieder auf einem FuÃballfeld â pars pro toto â mitspielen. Â»Ich passe mich nicht an, damit sie mich akzeptieren, ich mache mit, bis sie vergessen, dass ich neu war. Das werde ich machen.Â«</marc:subfield>
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