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      <marc:subfield code="a">Glattauer, Nikolaus</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Jakobus, Stiefsohn Gottes</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Sie haben ihn geholt, kurz vor Sonnenuntergang, die Anklage lautet auf Hochverrat und Sabbatschändung, das Urteil Tod durch Steinigung. Im Krebsgang zieht sein Leben an ihm vorbei. Immer ist er im Schatten Jesu gestanden - seines Bruders. Er hat ihn geliebt und gegen ihn angekämpft, er hat ihn verspottet und um ihn geweint. Sehr spät erst ist er ihm gefolgt.  Die Nachwelt hat Jakobus vergessen, wohl auch, weil er zu Lebzeiten Jesu nicht zu dessen Anhängern gehörte, nicht einmal die Kreuzigung seines Bruders hat er miterlebt. Doch dann, vierzehn Jahre später, zieht er nach Jerusalem und wird, so Paulus, neben Simon Petrus und Johannes zu einer der drei "Säulen" der Urchristengemeinde. Suggestiv und sensibel erzählt Nikolaus Glattauer von Freundschaft, Verrat, Liebe; von Macht und Opfer der Frauen, wie Maria und Maria Magdalena, und den gewaltsamen Toden jener, ohne die es das Christentum nicht gäbe. Im Zentrum aber steht die Rivalität der Brüder: um die Liebe der Mutter, erste Fragen, letzte Antworten. Und das Wissen darum, daß diese stets mehrdeutig sind. "Ich, Jakobus, hatte gegen Dürre, Wind und Krankheit kämpfen müssen, Jesus hingegen lebte allein von Mutters umsorgender Liebe. Ich ging Tag für Tag in Vaters Höhlen und schlug den Stein, bis mir die Hände schwielig wurden, er aber ging in die Synagogen und hielt die großen Reden."   *Amazon.de*</marc:subfield>
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