Durch alle Zeiten

Bezeichnung Wert
Titel
Durch alle Zeiten
Untertitel
Roman
Medienart
Person
Verlag
Jahr
ISBN13
978-3-96101-008-0
Annotation
Ein österreichisches Frauenschicksal, geprägt von den ländlichen Konventionen der 1950er Jahre bis heute. (DR) Elisabeth wächst als eines von fünf Kindern in einer armen Bergbauernfamilie auf. Als junges Mädchen verliebt sie sich auf einer Hochzeitsfeier in Niklas, für dessen Familie sie jedoch nicht standesgemäß ist. Sie leben ihre Liebe heimlich, doch eines Tages erfährt Elisabeth, dass Niklas heiraten wird, und so fasst sie frustriert den Entschluss, als Kindermädchen nach England zu gehen. In der dortigen Familie, die sie erstmals in ihrem Leben als ihresgleichen behandelt und für die ihre Armut keine Rolle spielt, fühlt sie sich wohl. Der Hausherr findet Gefallen an Elisabeth und ihre Liaison endet erst, als ihre Mutter stirbt und sie nach Hause zurückkehrt. Nun ist sie wieder gefangen in den Konventionen ihrer bäuerlichen Umgebung, sie ist erneut die arme Verwandte, die gnädigerweise in der Lodenwalke der begüterten Tante arbeiten darf. Sie lernt Martin kennen, einen einsamen jungen Mann, und heiratet ihn, weil sie für ihr Kind dringend einen Vater braucht und endlich unabhängig werden will. Sie schätzt ihren Mann und ist ihm unendlich dankbar für seine Liebe, die sie jedoch nicht erwidern kann. Ihre Liebe und Leidenschaft gehört nun Richard, dem jüngsten Sohn ihrer Tante, der ebenfalls ein Außenseiter ist, weil er sich den Künsten verschrieben hat und nichts vom Geschäft der Eltern wissen will. Auf Dauer jedoch lässt sich dieses Verhältnis nicht verbergen und wieder ist es Elisabeth, die als Schwangere weichen muss. Schließlich geht sie die Ehe mit dem reichen Brandstätter-Bauern ein, auf ein sorgenfreies Leben hoffend. Doch ihr Ehemann stellt sich als gewalttätiger Säufer heraus, was sie mit stoischer Ruhe erträgt, nachdem sie die Angst vor ihm endlich ablegen kann. Eine Hilfe ist ihr dabei Niklas, ihre erste Liebe, der sich als Tierarzt in der Nähe niederlässt. Die Autorin hat in diesem Roman wahre Begebenheiten und Fantasie verwoben, wodurch die bigotte Moral in der archaischen Bergwelt, gepaart mit harter Arbeit und gesellschaftlichen Zwängen, so glaubhaft wird. - Empfehlenswert.

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