Die Liebe in den Zeiten der Cholera
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Die Liebe in den Zeiten der Cholera
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978-3-462-01804-2
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DE 1987 Form Roman Epoche Moderne Die »sintflutartige« Liebe zweier Menschen zueinander, die auch vor dem Alter und dem nahenden Tod nicht Halt macht, steht im Mittelpunkt des 1985 erschienenen Romans Die Liebe in den Zeiten der Cholera. Zugleich gelingt dem Autor mit dieser Chronik einer karibischen Provinzgesellschaft im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert wie schon in früheren Werken erneut ein reichhaltiges, vielschichtiges Porträt der geschichtlichen und kulturellen Identität Lateinamerikas. Inhalt: Über 50 Jahre hat der mittlerweile über 70-jährige Florentino Ariza auf seine Jugendliebe Fermina gewartet. Damals hatte sie ihn, den jungen, romantischen Taugenichts, abgewiesen und den angesehenen Arzt Dr. Juvenal Urbino geheiratet. Sogleich nach dem Tod des Ehemanns, mit dem Fermina in einer leidenschaftslosen, aber dennoch glücklichen, auf gegenseitigem Respekt beruhenden Vernunftehe verbunden war, beginnt der einst Abgewiesene erneut um die Witwe zu werben. Trotz vieler Affären hat er, längst zu Geld und Ansehen gekommen, seine Jugendliebe nicht vergessen. Fermina, ebenso wie ihr Verehrer alt geworden, vom Leben gezeichnet und charakterlich verändert, lässt sich nach einigem Zögern schließlich auf das Wagnis einer späten, von den eigenen Kindern als unappetitlich abgelehnten Liebesbeziehung ein. Und doch versucht sie im Gegensatz zu Florentino nicht an die einstige Jugendliebe anzuknüpfen, sondern ist begierig, mit dem alt gewordenen Partner eine erwachsene Liebe zu erleben. Unbeeindruckt von der Welt um sie herum begeben sich die Liebenden auf ein Schiff und lassen die Choleraflagge hissen, um sich ihre Zweisamkeit zu bewahren und bis an ihr Lebensende ungestört den Magdalena-Fluss auf- und abfahren zu können. Aufbau: Die Liebe in den Zeiten der Cholera beginnt mit dem tragikomischen Tod von Ferminas Ehemann Juvenal Urbino, einer breit angelegten Einführung in die Lebensumstände einer fiktiven karibischen Stadt am Anfang des 20. Jahrhunderts sowie einer ersten Reflexion über die ungeheure Macht der Liebe, die in den folgenden Kapiteln vertieft wird. Aus der Perspektive eines allwissenden Erzählers schildert García Márquez die Lebensgeschichten von Fermina, die an der Seite ihres Ehemanns ein gutbürgerliches Leben führt, und Florentino, der Karriere in der Schifffahrtsgesellschaft macht und seine Sehnsucht in unzähligen Affären zu ersticken sucht. Wie schon in früheren Romanen und Erzählungen zeigt sich in Die Liebe in den Zeiten der Cholera erneut das Gespür des Literaturnobelpreisträgers für eine unterhaltsame und zugleich zutiefst berührende, niemals oberflächliche Mischung komischer, zuweilen grotesker Momente, tiefer Traurigkeit und ernsthafter, lebenskluger Reflexion über die Liebe, das Alter und den Tod. Wirkung: Zuweilen wurde Kritik am Fehlen jeglichen sozialkritischen Engagements in Die Liebe in den Zeiten der Cholera geübt. Und doch ist García Márquez mit dem auf eine sorgfältige und sehr einfühlsame Ausgestaltung der Charaktere basierenden Roman vor allem eine Hommage an die Liebe gelungen, die sich - so der Autor - den Liebenden »immer auf die gleiche Weise« offenbare, egal in welchem Lebensalter. A. He.
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