Märchen von Hans Christian Andersen

Bezeichnung Wert
Titel
Märchen von Hans Christian Andersen
Medienart
Person
Verlag
Jahr
ISBN13
978-3-480-23551-3
Annotation
Schneekönigin, Seejungfrau, Zinnsoldat & Co. sind unsterblich. (ab 4) (JM) Zumindest drei seiner Märchentitel sind sprichwörtlich geworden. äDas hässliche Entleinô verwandelt sich seit fast zweihundert Jahren in einen schönen Schwan, die äPrinzessin auf der Erbseô bekäme heute vermutlich die Diagnose Hypersensibilität, und zu äDes Kaisers neue Kleiderô fallen einem genug Politiker und Prominente ein, die sich im Scheinwerferlicht sonnen und in Wirklichkeit ägar nichts anhabenô. Auch die Eiskönigin ist ursprünglich kein Disney-Produkt, sondern der Phantasie des dänischen Dichters entsprungen. Oft wird jedoch übersehen, dass Andersen seine Märchen nicht nur für Kinder schrieb und sich sogar dagegen wehrte, als Kinderbuchautor abgestempelt zu werden. Die kritischen und satirischen Töne in seinen Geschichten werden wohl nur Erwachsene wahrnehmen. So ist äDer Tannenbaumô eigentlich kein Weihnachtsmärchen, sondern das Charakterbild eines Menschen, der sein eigenes Leben verpasst, weil er das Hier und Jetzt zu wenig genießt. Im Buch ist nicht angegeben, von wem die gewiss schon ältere Übersetzung stammt. Sie ist jedenfalls angenehm zu lesen und vorzulesen, biedert sich nicht an den Zeitgeist an und wirkt ein klein wenig antiquiert, was gut zum Märchenton passt. Die Schwachstelle des Buchs sind die Illustrationen. Trotz manch gelungener Tierphysiognomie sind sie etwas lieblos geraten. Da war Günther Jakobs nicht gerade in Hochform.