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      <marc:subfield code="a">Die Probe</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Raffinierte Erzählung, in der eine erfolgreiche Schauspielerin die Illusion eines Familienlebens vorgaukelt. (DR) Die Ich-Erzählerin, die namenlos bleibt, ist eine erfolgreiche Schauspielerin mittleren Alters. Mit ihrem Mann – einem wenig erfolgreichen Schriftsteller – führt sie ein Leben in beschaulichem Wohlstand. Eines Tages taucht im Theater Xavier auf, ein junger Mann, den sie anfangs für einen Fan hält und dessen Einladung zu einem Mittagessen sie annimmt. Doch dann kommt es zu einer Überraschung: Xavier behauptet, dass die Ich-Erzählerin seine Mutter sei – eine verwirrende Aussage, hat diese doch nie ein Kind zur Welt gebracht. In Teil zwei des Romans scheint alles, was bisher war, auf den Kopf gestellt. Xavier zieht bei der Ich-Erzählerin und ihrem Mann ein, deren Freude darüber, dass ihr »Sohn« nun wieder nach Hause kommt, groß ist. In kurzen Rückblicken erinnern sie sich an die Kindheit und Jugendzeit ihres Sohnes und genießen das Zusammenleben. Als Xaviers Freundin ebenfalls einzieht, entwickelt sich im neu gewonnenen Familienleben jedoch eine irritierende Dynamik, die letztendlich in einem heftigen Krach gipfelt, an dessen Ende die Illusion in sich zusammenfällt. – Ein gleichzeitig faszinierender und verwirrender Roman, der mit Wirklichkeit und Illusion spielt und immer wieder neue Realitäten entstehen lässt. Die Autorin verfügt über eine nüchterne, ruhige Sprache und versteht sich darauf, die Charaktere scharf und schnörkellos zu skizzieren. Ein Buch, in dem alles möglich zu sein scheint, und das viele Interpretationsmöglichkeiten zulässt. Für Leser*innen, die sich gerne auf intelligente Spannung einlassen.</marc:subfield>
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