Die Lebensentscheidung
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Die Lebensentscheidung
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| Untertitel |
Novelle
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| Medienart | |
| Person | |
| Verlag | |
| Jahr | |
| ISBN13 |
978-3-518-43274-7
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| Annotation |
Eine Lebensentscheidung kann auch eine Entscheidung für oder gegen das Leben sein. (DR) Franz Fiala ist ein höherer Beamter in der Europäischen Kommission in Brüssel. Dort hat er seinen Hauptwohnsitz, eine langjährige Freundin, mit der er aber nicht zusammenwohnt, und ein kleines Büro, das er »Arbeitszelle« nennt. Ursprünglich stammt er aus Wien, wo seine alt gewordene Mutter lebt. Dieser aus einfachen Verhältnissen stammenden Frau hat er alles zu verdanken, daher hat er seine kleine Wohnung in Wien behalten, um sie besuchen zu können. Fiala ist von seiner Arbeit in der Kommission enttäuscht bzw. von dem, was die Kommission daraus macht. Jahrelang hatte er an verschiedenen Gesetzen gearbeitet und ein einziger Traktorenstreik genügt, um alles zunichte zu machen. Er trifft daher einen Entschluss, den er »Lebensentscheidung« nennt: Er möchte den Dienst quittieren, die kleine Arbeitszelle verlassen und seine Freundin fragen, ob sie ihn heiraten möchte. Er ist mit sich und seiner Entscheidung sehr zufrieden, hat allerdings Probleme, sie entsprechend zu kommunizieren. Als er seine Mutter zu ihrem Geburtstag besucht und ihre zunehmende Gebrechlichkeit bemerkt, ist er umso überzeugter, dass eine frühzeitige Pension, mit einem regelmäßigen Wechsel zwischen Brüssel und Wien, der richtige Weg ist. Doch alles kommt anders. Die durch ihn bewusst getroffene Entscheidung über sein Leben wandelt sich in eine Entscheidung seines Lebens über ihn, das nämlich durch eine schwere, lebensbegrenzende Krebserkrankung eine unerwartete Richtung erfährt. Fiala ist überzeugt, dass er als Sohn nicht vor seiner Mutter sterben darf, dass dies das Schlimmste für eine Mutter wäre und er tut daher alles dafür, dass sie nichts von seiner Krankheit erfährt. Mich hat der Roman von der ersten bis zur letzten Seite gepackt und zugleich gerührt. Der Wechsel in der Bedeutung des Titels, die Entwicklung der Charaktere und die knappen, gut gewählten Worte sind beeindruckend. Ein sehr empfehlenswerter und auch nachdenklich machender Roman.
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