Empirische Sonderpädagogik 2010 / 02, 2. Jg

Bezeichnung Wert
Titel
Empirische Sonderpädagogik 2010 / 02, 2. Jg
Verfasserangabe
Matthias Grünke
Medienart
Sprache
Person
Auflage
2010 / 02, 2. Jg.
Verlag
Ort
Lengerich [u.a.]
Jahr
Umfang
88 S.
Band
2
ISSN
18694845
Altersbeschränkung
0
Heft
02
Zählung
2010 / 02, 2. Jg.

Artikel

Sprachverständnis bei Menschen mit Autismus

Bezeichnung Wert
Untertitel Ausdruck einer detailorientierten Informationsverarbeitung?
Verfasserangabe Melanie Eberhardt ; Christoph Michael Müller
Sprache deutsch
Person Eberhardt, Melanie (Verfasser/-in) YouTube DNB
Müller, Christoph Michael (Verfasser/-in) YouTube DNB
Auflage 2010 / 02, 2. Jg.
Jahr 2010
Umfang S. 005 - 024 [020]
Schlagwort ICD10-F84 : Autismus-Spektrum-Störung ; ASS
150 $s Sprachtherapie > Forschung
ICD10-F00-99 : Psychische STÖR & VerhaltensSTÖR
150 $s Studie ; Untersuchung
150 $s Sprache : Sprachverständnis
Annotation Abstract: Das Sprachverständnis von Menschen mit Autismus ist im Vergleich zur Sprachproduktion in der Forschung lange wenig berücksichtigt worden. Die vorliegenden Befunde stehen konzeptuell relativ unverbunden nebeneinander und werden oft allein vor dem Hintergrund sozialkognitiver Modelle interpretiert. Möglicherweise können die Ergebnisse zum Sprachverständnis aber auch durch einen am Detail orientierten Wahrnehmungsstil erklärt werden, welcher von der Theorie der schwachen zentralen Kohärenz (Happé & Frith, 2006) postuliert wird. Um dies zu prüfen, werden die zentralen Studien zum Sprachverständnis autistischer Menschen im vorliegenden Beitrag entlang eines linguistischen Modells geordnet und mit Thesen der Theorie der schwachen zentralen Kohärenz abgeglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass eine am Detail orientierte Verarbeitung viele Sprachverständnisbesonderheiten autistischer Menschen erklären kann und sich daraus Implikationen für eine bessere Unterstützung des Personenkreises ergeben.
Illustrationsangaben Illustration(en)

Förderung basaler Lesekompetenzen von erwachsenen Analphabeten nach Prinzipien der direkten Instruktion

Bezeichnung Wert
Verfasserangabe Anna-Maria Hintz ; Michael Grosche
Sprache deutsch
Person Hintz, Anna-Maria (Verfasser/-in) YouTube DNB
Grosche, Michael (Verfasser/-in) YouTube DNB
Auflage 2010 / 02, 2. Jg.
Jahr 2010
Umfang S. 025 - 033 [009]
Schlagwort 150 $s Sonderschulpädagogik > Forschung
150 $s Studie ; Untersuchung
150 $s Kompetenz : Lesekompetenz
ICD10-F81.0 : Analphabetismus
150 $s Tests : Screenings ; Fragebogen
Annotation Abstract: Um erwachsenen Analphabeten bei ihren Bemühungen, die Schriftsprache zu erlernen, behilflich zu sein, ist es besonders wichtig, auf effektive Fördermethoden zurückzugreifen. Wird angenommen, dass als mögliche Ursache für Analphabetismus eine Beeinträchtigung des Lernens in Frage kommt, liegt es nahe, dass hier dieselben Fördermethoden effektiv sein sollten, die sich bei Kindern und Jugendlichen mit Lernbeeinträchtigungen als effektiv erwiesen haben, wie z.B. eine Förderung nach Prinzipien der direkten Instruktion. Da eine Evaluation eines solchen Ansatzes zur Förderung basaler Lesefertigkeiten für den deutschen Sprachraum bislang noch aussteht, ist es Ziel dieser Pilotstudie, ein neuartiges direkt-instruktives Manual (IntraActPlus von Jansen, Streit & Fuchs, 2007) an einer kleinen Stichprobe von funktionalen Analphabeten im Rahmen eines Einzelfalldesigns zu evaluieren. Die Lernenden werden nach Prinzipien der direkten Instruktion darin gefördert, einzelne Buchstabe-Laut-Verbindungen sowie einzelne Silben zu lesen. Die Lernentwicklung im Silbenlesen wurde anhand wöchentlich stattfindender curriculum-basierten Messungen festgehalten, ebenso erfasst wurde die Transferleistung auf das Lesen von Wörtern. Regressionsanalysen zeigten, dass die meisten Lerner von der Förderung in hohem Maße profitieren konnten. Der erwartete Transfereffekt blieb dagegen zumeist aus.
Illustrationsangaben Illustration(en)

Keine Qutcomes trotz Kompetenzüberzeugung?

Bezeichnung Wert
Untertitel Qualifikationen und Selbsteinschätzungen von Sprachförderkräften in KiTa's
Verfasserangabe Uwe Neugebauer
Sprache deutsch
Person Neugebauer, Uwe (Verfasser/-in) YouTube DNB
Auflage 2010 / 02, 2. Jg.
Jahr 2010
Umfang S. 034 - 047 [013]
Schlagwort 151 $g Europa: Deutschland
150 $s Sprachtherapie > Forschung
150 $s Förderung ; Erwerb : Spracherwerb
150 $s Sozialwissenschaft : Migration
150 $s Einschätzung : Selbsteinschätzung
Annotation Abstract: Aus der Sprachförderpraxis in Kindertagesstätten entsteht die Frage, welche Kompetenzen bei Sprachförderkräften im Vorschulbereich für eine erfolgreiche Arbeit erforderlich sind, und wer einschätzen kann, ob sie diese Qualifikationen auch ausreichend aufweisen. Hierzu wurden im Rahmen der Evaluation einer Fortbildung von Sprachfördermultiplikatoren (SFM) Qualifikations-Zielkriterien formuliert. Zur Abschätzung der Effekte der Sprachförderung bei der Zielgruppe der Kinder werden externe Daten herangezogen. In diesem Beitrag werden die Qualifikationserfordernisse sowie die Kompetenzeinschätzungen der Sprachförderkräfte berichtet und die Post-hoc-Hypothese geprüft, ob die Sprachförderkräfte selbst einschätzen können, ob sie eine erfolgreiche Arbeit leisten bzw. ob sie für objektive Erfolge ausreichend qualifiziert sind. Die Hypothese wird auf Grundlage der Daten von KiTa-Sprachförderkräften, KSF (n = 155), und Sprachfördermultiplikatoren, SFM (n = 140), überprüft.
Von den Sprachbildungsexperten werden als notwendige Kompetenzen a) die Diagnostik und Analyse des kindlichen Sprachstandes, b) individuell abgestimmter Förderunterricht sowie c) Dokumentation des Entwicklungsstandes genannt. Die regionalen Sprachfördermultiplikatoren sehen bezüglich ihrer Kompetenz zur Sprachförderung kaum Defizite, sind aber selbstkritisch, was die Sprachstandserhebung und die Beratung der KiTa-Sprachförderkräfte angeht. Die KiTa-Sprachförderkräfte bemängeln die Kürze der Qualifizierung bei den Sprachfördermultiplikatoren und hegen Zweifel, ob mit pauschalen Konzepten den individuellen Erfordernissen jeder Einrichtung begegnet werden könne - zumal 18% der KiTa-Sprachförderkräfte keinerlei Hilfsbedarf sehen.
Bei der externen Evaluation der Sprachförderung konnte kein Sprachstandsunterschied zwischen Kindern mit systematischer Sprachförderung und Kindern ohne diese nachgewiesen werden. Es wird die Schlussfolgerung gezogen, dass Erzieherinnen ohne eine langfristige Weiterbildung nicht in der Lage sind, wirksame Sprachförderung umzusetzen, und dass die Sprachförderkräfte nicht selbst einschätzen können, ob die Förderung Erfolge erzielt. Dieses Ergebnis wird vor dem Hintergrund von Optimierungsmöglichkeiten und alternativen Ansätzen diskutiert.
Illustrationsangaben Illustration(en)

Zum Spracherwerb von Kinder und zur mütterlichen Feinfühligkeit in risikobelasteten und -unbelasteten Familien

Bezeichnung Wert
Untertitel ein Untersuchung in Ecuador
Verfasserangabe Amelie Abarca ; Anke Lengning ; Nitza Katz-Bernstein
Sprache deutsch
Person Abarca, Amelie (Verfasser/-in) YouTube DNB
Lengning, Anke (Verfasser/-in) YouTube DNB
Katz-Bernstein, Nitza (Verfasser/-in) YouTube DNB
Auflage 2010 / 02, 2. Jg.
Jahr 2010
Umfang S. 048 - 063 [016]
Schlagwort 150 $s Spracherwerb, n.n.b #
150 $s Sprachtherapie > Forschung
150 $s Förderung ; Erwerb : Spracherwerb
150 $s Familie : Sozialwissenschaft
150 $s Faktoren : Risikofaktoren
Annotation Abstract: Risikofaktoren können zu Störungen in allen kindlichen Entwicklungsbereichen und somit auch zu Störungen im Spracherwerb als auch zu Problemen in der frühen Eltern-Kind-Beziehung führen. Beim gemeinsamen Auftreten von mehreren Risikobedingungen, wie es oft der Fall bei unter Armut lebenden Menschen ist, steigt die Risikobelastung und somit die Wahrscheinlichkeit von Entwicklungsbeeinträchtigungen (Laucht, Esser & Schmidt, 1998; Wustmann, 2004). In der vorliegenden Untersuchung wurde eine Stichprobe von Familien, die unter Armut leben (San Pedro, Ecuador), mit einer Stichprobe von Familien aus der Mittelschicht (Quito, Ecuador) verglichen. Es wurde geprüft, ob unterschiedlich viele Risikobedingungen vorliegen und ob sich Unterschiede in den sprachlichen Kompetenzen der Kinder sowie in der mütterlichen Feinfühligkeit zeigen. Darüber hinaus wurde geprüft, ob Beziehungen zwischen der mütterlichen Feinfühligkeit und den kommunikativen Kompetenzen bestehen.
Die Ergebnisse weisen auf einen negativen Einfluss der Risikobedingungen auf den kindlichen Spracherwerb und auf die mütterlichen intuitiven und sensitiven Kompetenzen hin.
Bei den Risikokindern zeigten die Ergebnisse ein Überwiegen von Sprachentwicklungsverzögerungen bzw. -störungen. Die Mütter der Risikostichprobe wiesen ein geringeres Feinfühligkeitsmaß als die der Kontrollgruppe auf. Weiterhin zeigte sich ein Zusammenhang zwischen der mütterlichen Feinfühligkeit und einzelnen kommunikativen Kompetenzbereichen. Diese Studie weist auf die Notwendigkeit der Erhebung von kindlichen Sprachentwicklungsverzögerungen und von Mutter-Kind-Interaktionen hin, vor allem in Familien mit erheblichen Belastungen und vielfältigen Risikofaktoren. Die Erhebung von Entwicklungsrisiken kann zur Prävention oder Intervention genutzt werden, die das Risiko negativer Konsequenzen reduzieren und positive Anpassung fördern.
Illustrationsangaben Illustration(en)

Die unbeantwortete Frage offizieller Statistiken: Was machen Förderschülerinnen und -schüler eigentlich nach der Schule?

Bezeichnung Wert
Untertitel Ergebnisse einer regionalen Verbleibsstudie von Absolventen mit sonderpädagogischem Förderbedarf Lernen
Verfasserangabe Sven Basendowski ; Birgit Werner
Sprache deutsch
Person Basendowski, Sven (Verfasser/-in) YouTube DNB
Werner, Birgit (Verfasser/-in) YouTube DNB
Auflage 2010 / 02, 2. Jg.
Jahr 2010
Umfang S. 064 - 088 [025]
Schlagwort 150 $s Sozialwissenschaft > Forschung
150 $s Übergang : Schule-Beruflsleben
151 $g Europa: Deutschland
150 $s Sonderpädagogik > Forschung
150 $s Studie ; Untersuchung
Annotation Abstract: Im Rahmen des Forschungsprojektes BEWEMAKO wurden mit einem Schwerpunkt auf den häufigsten Erwerbstätigkeiten und ihnen zugrundeliegenden beruflichen Verläufen 519 junge Erwachsene der Zielgruppe mit einem vormals sonderpädagogischen Förderbedarf Lernen (1.1.09: 17;7 Jahre) im Nordosten Baden-Württembergs befragt. Die Querschnittsstudie umschreibt für den Zeitraum Juli 2008 bis Februar 2009 die Stati des Übergangs Schule-Beruf. Die nach 'Geschlecht' und 'Nationalität' repräsentative Studie konnte nachweisen, dass Dreiviertel der Befragten eine außerbetriebliche Ausbildung begannen bzw. absolvierten; etwa zur Hälfte nach Sonderausbildungsregelungen für Menschen mit Behinderung (§ 66 BBiG; § 42m HwO). 6 Monate nach einer Ausbildung waren 47,6 % in einer erlernten Erwerbstätigkeit beschäftigt. Die häufigsten Erwerbstätigkeiten begrenzten sich auf sechs Berufe, unter den weiblichen Befragten auf drei. Die Erwerbstätigkeiten sind zu 64,1 % den Berufsfeldern 'Dienstleistungen', 'Produktion & Fertigung' und 'Verkehr & Logistik' zuzuordnen.
Illustrationsangaben Illustration(en)