Empirische Sonderpädagogik 2011 / 02, 3. Jg

Bezeichnung Wert
Titel
Empirische Sonderpädagogik 2011 / 02, 3. Jg
Verfasserangabe
Matthias Grünke
Medienart
Sprache
Person
Auflage
2011 / 02, 3. Jg.
Verlag
Ort
Lengerich [u.a.]
Jahr
Umfang
S. 081 - [184] [074]
Band
3
ISSN
18694845
Altersbeschränkung
0
Heft
02
Zählung
2011 / 02, 3. Jg.

Artikel

Exekutive Funktionen, kommunikative Kompetenz und Verhaltensauffälligkeiten bei hörgeschädigten Kindern

Bezeichnung Wert
Untertitel eine explorative Studie mit Schülern einer schulischen Einrichtung für Hörgeschädigte
Verfasserangabe Manfred Hintermair ; Andrea Schenk ; Klaus Sarimski
Sprache deutsch
Person Hintermair, Manfred (Verfasser/-in) YouTube DNB
Schenk, Andrea (Verfasser/-in) YouTube DNB
Sarimski, Klaus (Verfasser/-in) YouTube DNB
Auflage 2011 / 02, 3. Jg.
Jahr 2011
Umfang S. 083 - 104 [022]
Schlagwort 151 $g Europa: Deutschland
150 $s Sonderpädagogik > Methoden
150 $s Sonderpädagogik > Forschung
150 $s Hörgeschädigtenpädagogik > Forschung
150 $s Studie ; Untersuchung
Annotation Abstract: Hörgeschädigte Kinder sind aufgrund ihrer eingeschränkten auditiven Wahrnehmung in vielfältiger Weise gefährdet in ihrer sprachlichen, kognitiven und sozial-emotionalen Entwicklung. In der vorliegenden Studie werden sozial-emotionale Auffälligkeiten hörgeschädigter Kinder im Schulalter im Zusammenhang mit möglichen Problemen in der Entwicklung exekutiver Funktionen sowie der kommunikativen Kompetenz diskutiert. Eine Stichprobe von 145 Schülern wurde von ihren Lehrkräften mit einer deutschen Version des "Behavior Rating Inventory of Executive Functions (BRIEF-D)", einer Skala zur Beurteilung der kommunikativen Kompetenz sowie dem Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ-D) untersucht. Die Ergebnisse zeigen eine deutlich erhöhte Rate an Auffälligkeiten in allen Skalen des BRIEF sowie bedeutsame Zusammenhänge mit den Skalen des SDQ-D. Eine Pfadanalyse macht den hohen Stellenwert von exekutiven Funktionen, kommunikativer Kompetenz und Geschlecht zur Erklärung sozial-emotionalen Verhaltens deutlich. Ergänzende Hinweise ergeben sich aus der Einbeziehung soziodemographischer und behinderungsspezifischer Merkmale. Die Ergebnisse werden in ihren Konsequenzen für die pädagogische Praxis diskutiert. Eine gezielte Fokussierung auf Kompetenzen wie Selbstwirksamkeit und Selbstkontrolle in der Förderung der Kinder ergänzend zur Erweiterung sprachlicher Fähigkeiten ist dringend geboten.
Illustrationsangaben Illustration(en)

Computerbasierte Intelligenzförderung mit den "Denkspielen mit Elfen und Mathis"

Bezeichnung Wert
Untertitel Vorstellung und Evaluation eines Computerprogramms für Vor- und Grundschüler
Verfasserangabe Alexandra Lenhard ; Wolfgang Lenhard
Sprache deutsch
Person Lenhard, Alexandra (Verfasser/-in) YouTube DNB
Lenhard, Wolfgang (Verfasser/-in) YouTube DNB
Auflage 2011 / 02, 3. Jg.
Jahr 2011
Umfang S. 105 - 120 [016]
Schlagwort 151 $g Europa: Deutschland
150 $s Sonderschulpädagogik > Didaktik
150 $s sw : Projekt
150 $s Schule : Primarstufe
150 $s Schule : Vorschule
Annotation Abstract: Unter induktivem Denken versteht man das Erkennen von Regelhaftigkeiten. Es stellt einen wichtigen Aspekt der allgemeinen Intelligenz dar. Die Denkspiele mit Elfe und Mathis sind ein Computerprogramm zur Förderung des induktiven Denkens von Vor- und Grundschulkindern. Zur Überprüfung der Wirksamkeit durchliefen 12 Förderschüler der zweiten Klassenstufe dieses Programm, während 18 Kinder einer Kontrollgruppe in der gleichen Zeit Unterricht nach Wochenplan erhielten. Kinder der Experimentalgruppe verbesserten sich durch die Förderung signifikant stärker in der fluiden Intelligenz als Kinder der Kontrollgruppe. Die besten Fördereffekte zeigten dabei Kinder, die vor dem Förderzeitraum besonders niedrige Werte in der fluiden Intelligenz aufwiesen. Hinsichtlich der Auswirkung auf sprachliche Intelligenzleistungen konnten keine Unterschiede zwischen den Gruppen festgestellt werden.
Illustrationsangaben Illustration(en)

Zur Reliabilität und Validität des formativen Bewertungssystems IEL-1

Bezeichnung Wert
Untertitel Inventar zur Erfassung der Lesekompetenz von Erstklässlern
Verfasserangabe Kirsten Diehl ; Bodo Hartke
Sprache deutsch
Person Diehl, Kirsten (Verfasser/-in) YouTube DNB
Hartke, Bodo (Verfasser/-in) YouTube DNB
Auflage 2011 / 02, 3. Jg.
Jahr 2011
Umfang S. 121 - 146 [027]
Schlagwort 150 $s Alter : 06-10 Jahre ; Grundschulalter
150 $s Sonderschulpädagogik > Forschung
150 $s Sonderschulpädagogik > Diagnostik
150 $s Kompetenz : Lesekompetenz
150 $s Tests : Screenings ; Fragebogen
Annotation Abstract: Eine sich zunehmend auf Prävention und Integration hin entwickelnde (Sonder-)Pädagogik benötigt Messverfahren, die fehlende Lernvoraussetzungen und im Lernprozess entstehende Lernlücken frühzeitig erfassen. Gelingt es zudem mittels eines Messverfahrens Einblick in den Lernverlauf zu bekommen, erhalten Lehrkräfte Informationen zu Lernfortschritten, stagnierenden oder ggf. auch rückläufigen Leistungsentwicklungen. Solche Daten sind eine gute Grundlage für einen adaptiven Unterricht und eine passende Förderung. Das Inventar zur Erfassung der Lesekompetenzen von Erstklässlern (IEL-1) wurde als pädagogisches Instrumentarium zur Leistungserfassung über drei Messzeitpunkte entwickelt. Sollte sich das Inventar als objektiv, reliabel und valide sowie geeignet für die Dokumentation von Lernfortschritten erweisen, liegt ein schulalltagstaugliches Verfahren zur formativen Evaluation des Erstleseunterrichts und präventiver Förderung innerhalb des Schriftspracherwerbs vor. Im vorliegenden Beitrag werden die Konzeption des IEL-1, das Design der Überprüfungsstudie mit N = 1649 Erstklässlern und Ergebnisse zur Güte des Verfahrens vorgestellt.
Illustrationsangaben Illustration(en)

Effekte einer direkt-instruktiven Förderung der Lesegenauigkeit

Bezeichnung Wert
Verfasserangabe Michael Grosche
Sprache deutsch
Person Grosche, Michael (Verfasser/-in) YouTube DNB
Auflage 2011 / 02, 3. Jg.
Jahr 2011
Umfang S. 147 - 161 [014]
Schlagwort 150 $s Studie : Einzelfallstudie
151 $g Europa: Deutschland
150 $s Sonderschulpädagogik > Forschung
150 $s Studie ; Untersuchung
ICD10-F81.0 : Analphabetismus
Annotation Abstract: Trotz der gesellschaftlichen Relevanz und einer großen Prävalenz von funktionalem Analphabetismus in Deutschland ist bislang ungeklärt, welche Alphabetisierungsmethoden im Leseunterricht mit Erwachsenen erfolgreich sind. Daher wurde in der vorliegenden multiplen Einzelfallstudie mit drei Analphabeten eine direkt-instruktive Förderung der Lesegenauigkeit für Wörter evaluiert. Aufgrund sehr langsamer Lernfortschritte bei Analphabeten sind die Ergebnisse relativ inkonsistent. Zwar verbesserten sich die Lernenden teilweise, aber neben einem eingeschränkten Lerntransfer konnten wiederholt zeitweilige Leseverlangsamungen beobachtet werden, was sich durch experimentell erhobene spezifische Lernbarrieren von Analphabeten erklären lässt. Limitationen der Studie und gesellschaftliche Implikationen werden diskutiert.
Illustrationsangaben Illustration(en)

Wie integriert sind Schülerinnen und Schüler mit und ohne Schulabschluss?

Bezeichnung Wert
Untertitel soziale Desintegrationsbelastungen und deren mögliche Folgen
Verfasserangabe Kirsten Endrikat
Sprache deutsch
Person Endrikat, Kirsten (Verfasser/-in) YouTube DNB
Auflage 2011 / 02, 3. Jg.
Jahr 2011
Umfang S. 162 - 181 [020]
Schlagwort 150 $s Sozialwissenschaft > Forschung
150 $s Alter : 14-18 Jahre ; Jugendalter
151 $g Europa: Deutschland
150 $s Integration : Soziale & gesell. INTEGRATION
150 $s Studie ; Untersuchung
Annotation Abstract: In diesem Artikel wird der Forschungsfrage nachgegangen, welche sozialen Integrationschancen die so genannten "Bildungsverliererinnen" und "Bildungsverlierer" des deutschen Schulsystems haben und ob sich diese Jugendlichen von Schülerinnen und Schülern mit besserem Bildungszertifikat in ihren sozialen Desintegrationsängsten sowie feindseligen Mentalitäten unterscheiden. Untersucht werden insgesamt 1230 16- bis 21-jährige Heranwachsende aus unterschiedlichen Erhebungswellen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeits(GMF)-Studie der Universität Bielefeld. Die Befunde der quantitativen Analysen zeigen, dass geringer qualifizierte weibliche und männliche Jugendliche recht hoch durch Desintegrationsängste belastet sind. Es gibt jedoch eine überraschende Ausnahme: Die Gruppe der Heranwachsenden ohne Schulabschluss äußert hier insgesamt weniger Bedenken. Darüber hinaus können die sozialen Desintegrationsbelastungen der befragten jungen Generation mit problematischen Einstellungsmustern und Verhaltensbereitschaften in Verbindung gebracht werden. Zudem belegen die Befunde der Arbeit sowohl bei den Desintegrationseinschätzungen als auch hinsichtlich der bedenklichen gruppenbezogenen Vorurteile einige geschlechtsspezifische Besonderheiten.
Illustrationsangaben Illustration(en)