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      <marc:subfield code="a">Sportunterricht nicht trotz, sondern wegen Corona!Helge &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;StreubelNicht  wenigen  wird  diese  Überschrift  bekannt  vor-kommen,  wenn  auch  in  einem  anderen  Zusammen-hang:  Sportunterricht  nicht  trotz,  sondern  wegen  PISA! Der PISA-Schock liegt fast 20 Jahre zurück und längst  sind  die  positiven  Wirkungen  von  sportlicher  Bewegung auf kognitive Prozesse bewiesen. Den Stel-lenwert  des  Sportunterrichts  hat  das  im  Kanon  der  Fächer  nicht  verbessert.  Im  Zuge  von  Corona  wird  dies noch deutlicher.Der dritte Brennpunkt in diesem Jahr unter dem Corona-Label  könnte  für  manche  Leser*innen  einer  zu  viel  sein, besonders auf dem gesuchten Weg in die Norma-lität. Andererseits vergeht kein Tag, an dem wir unbe-einflusst  sind  und  auch  nicht  unbeeindruckt.  Zu  allen  denkbaren Facetten von Corona wird die Wissenschaft bemüht. Nach meiner Auffassung oft überbemüht.Ja, in Deutschland ist eine Menge richtig gemacht wor-den,  besonders  am  Anfang  der  Pandemie  mit  klarem  moralischem  Kompass  und  Blick  auf  das  Gesundheits-system.  Aber  allein  die  Regelungsvielfalt  in  den  Län-dern zeigt, dass kritische Fragen erlaubt sein müssen.Niemand will schuld sein oder gar zur Verantwortung gezogen  werden,  wenn  die  Infektionszahlen  steigen.  Um  sich  eventuellen  Vorwürfen  zu  entziehen,  wird  daher  häufig  überreguliert.  Das  merken  wir  im  Sport-unterricht noch deutlicher als in anderen Fächern.Die  Behörden  hier  allein  zu  kritisieren  wäre  unfair.  Wenn  im  Brennpunkt  August  steht:  „Der  Sportunter-richt fehlt – darüber besteht (erwartete) Einigkeit“, ist das  nur  die  halbe  Wahrheit.  Einen  allgemeinen  Auf-schrei hat es nicht gegeben. Am ehesten noch seitens des  organisierten  Sports.  Eltern  scheint  ausfallender  Sportunterricht  wenig  zu  interessieren.  Für  sie  zählen  Deutsch  oder  Mathe  und  das  Abitur.  Natürlich  auch,  weil  ihnen  das  so  vermittelt  wird.  In  seiner  Sendung  vom 13.08. fragt Markus Lanz unter Bezug auf Corona eine Elternvertreterin wörtlich: „Man könnte doch auch [...] sich konzentrieren auf die wirklich wichtigen Fächer und  sowas  wie  Singen  und  vielleicht  auch  Sport  aus-nahmsweise mal weglassen, weil das gefährlich ist?“1Wie werden offenere Gestaltungsräume an den Schu-len  genutzt?  Irgendwo  zwischen  zwei  Szenarien:  Die  bewegungsnahe Schulleitung wird zum angenäherten 1Abrufbar bis 12.09. in der ZDF Mediathek (0:57:37)Regelbetrieb  auffordern.  Der  Sportunterricht  findet  nach  regulärer  Stundentafel  und  bevorzugt  im  Freien  statt,  Kontaktsportarten  werden  auf  das  zweite  Halb-jahr verschoben, Desinfektionsmittel bereitgestellt und die Schülerschaft aufgefordert, möglichst ihre eigenen Spielgeräte mitzubringen. Eine wenig sportaffine Schul-leitung könnte sagen: „Ja, Sportunterricht ist möglich, aber  unter  unseren  Bedingungen  nicht.“  Die  Sport-lehrkräfte  werden  in  ihren  Zweit-Fächern  eingesetzt,  dürfen  ggf.  Pausensport  oder  Bewegungszeiten  orga-nisieren und die Sporthalle wird zweckentfremdet. Bil-dungsgerechtigkeit sieht anders aus.An  Ideen  zur  Durchführung  des  Sportunterrichts  gibt  es keinen Mangel. Das zeigen die zahlreichen Beispiele an  Schulen  und  Universitäten.  Allein  reicht  das  nicht.  Es  braucht  den  Mut  und  die  amtliche  Unterstützung,  einfach  zu  tun,  was  unter  Corona-Bedingungen  mög-lich  ist,  auch  von  den  vielen  guten  Dingen,  die  schon  vor Corona gewirkt haben.Wenn in Alexander Kekulés Corona-Kompass auf MDR Aktuell  deutlich  wird,  dass  Infektionen  über  Oberflä-chen  zwar  möglich,  aber  äußerst  unwahrscheinlich  sind,  können  Sperrungen  von  Sporthallen  oder  Sport-geräten  kaum  vermittelt  werden.  Auch  machen  die  Virologen deutlich, dass wir mit dem Virus leben wer-den müssen. Zu glauben, wir kämen irgendwann wie-der  in  eine  Corona-freie  Zeit,  ist  ebenso  unrealistisch  wie die Hoffnung auf ein Leben ohne Grippevirus.Bei  der  notwendigen  Risikoabwägung  dürfen  wir  uns  nicht  in  den  allgemeinen  Sog  ziehen  lassen,  auch  im  Sportunterricht Distanzlernen zu etablieren. Die Bewe-gungserziehung muss zuerst in der Schule stattfinden. Das  Positionspapier2  des  DSLV  liefert  dafür  überzeu-gende Argumente.Sind  diese  Überlegungen  unverantwortlich?  Nein,  im  Gegenteil, denn jetzt braucht es einen guten Sportun-terricht noch mehr als ehedem – wegen Corona! Helge StreubelVizepräsident des DSLV</marc:subfield>
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