Empirische Sonderpädagogik 2011 / 01, 3. Jg

Bezeichnung Wert
Titel
Empirische Sonderpädagogik 2011 / 01, 3. Jg
Verfasserangabe
Matthias Grünke
Medienart
Sprache
Person
Auflage
2011 / 01, 3. Jg.
Verlag
Ort
Lengerich [u.a.]
Jahr
Umfang
S. 001 - [80] [080]
Band
3
ISSN
18694845
Altersbeschränkung
0
Heft
01
Zählung
2011 / 01, 3. Jg.

Artikel

Sensitivität und Spezifität computergestützter Verfahren zum Diagnostik von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Kindes- und Jugendalter

Bezeichnung Wert
Untertitel die Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung (TAP) und Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung für Kinder (KITAP)
Verfasserangabe Thomas Dreisörner ; Janine Georgiadis
Sprache deutsch
Person Dreisörner, Thomas (Verfasser/-in) YouTube DNB
Georgiadis, Janine (Verfasser/-in) YouTube DNB
Auflage 2011 / 01, 3. Jg.
Jahr 2011
Umfang S. 003 - 019 [017]
Schlagwort 150 $s Alter : 06-13 Jahre ; Kindesalter
150 $s Alter : 14-18 Jahre ; Jugendalter
ICD10-F90.0 : ADHS
Verhaltensauffälligenpädagogik > Diagnostik
150 $s Sonderpädagogik > Forschung
Annotation Abstract: Theoretischer Hintergrund: Die besonders häufig gestellte Diagnose ADHS wird gemäß den Empfehlungen der DGKJPP anhand der Exploration von Eltern und Kind, der störungsspezifischen Entwicklungsgeschichte, Informationen aus der Schule und einer orientierenden Überprüfung der Intelligenz und schulischen Leistungsfähigkeit gestellt. Des Weiteren werden als Möglichkeit zur Verbesserung der Diagnosestellung Aufmerksamkeitstests genannt. Im deutschsprachigen Raum werden derzeit unter anderem die Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung (TAP) und die Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung für Kinder (KITAP) eingesetzt. Wir untersuchten die Sensitivität und Spezifität beider Verfahren.
Methode: In vorliegender Studie wurden 24 Kinder mit der Diagnose ADHS und 24 Kontrollkinder mit der TAP und der KITAP untersucht. Mittels ROC-Analysen und logistischer Regressionen wurden die Vorhersagegüte, Sensitivität und Spezifität der Parameter berechnet.
Ergebnisse: Die Kontrollgruppe erbrachte mehrheitlich signifikant bessere Leistungen in den Parametern der Untertests als die klinische Stichprobe. Die TAP wies bei der Diagnose von ADHS eine mäßig höhere Sensitivität bzw. Spezifität auf als die KITAP. In den logistischen Regressionen ließ sich im Modell mit den TAP-Parametern eine höhere Varianz (32.5%) aufklären als mit den KITAP-Parametern (21.6%), wobei sich in der schrittweisen Regression die Varianzaufklärung der KITAP-Parameter durch die Hinzunahme der TAP-Parameter signifikant verbessern ließ. Insgesamt ließen sich durch die TAP 75% der Kinder korrekt klassifizieren (72.9% durch die KITAP).
Fazit: Die in dieser Studie untersuchten computergestützten Verfahren zur Aufmerksamkeitsmessung können einen Beitrag im diagnostischen Prozess bei fraglicher ADHS liefern, sollten jedoch aufgrund der nicht zufriedenstellenden diagnostischen Zuordnung und fehlender Cut-off-Werte für die klinische Praxis allenfalls als Ergänzung zu Interviews und Fragebögen eingesetzt werden.
Illustrationsangaben Illustration(en)

Lehrerfeedback und soziale Integration

Bezeichnung Wert
Untertitel wie soziale Referenzierungsprozesse die soziale Integration in der Schule beeinflussen könnten
Verfasserangabe Christian Huber
Sprache deutsch
Person Huber, Christian (Verfasser/-in) YouTube DNB
Auflage 2011 / 01, 3. Jg.
Jahr 2011
Umfang S. 020 - 036 [017]
Schlagwort 150 $s Integration : Schulische Integration
150 $s Integration : Soziale & gesell. INTEGRATION
150 $s Inklusion : Schulische Teilhabe
150 $s Interaktion: Pädagoge-Schüler-Interaktion
150 $s Entwicklungsförderung, n.n.b #
Annotation Abstract: Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden im Zuge der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention perspektivisch eher an allgemeinbildenden Schulen unterrichtet. Im folgenden Beitrag wird aus dem sozialpsychologischen Ansatz des "social referencings" ein Modell zur Entstehung sozialer Integrationsprozesse in der Schule abgeleitet. Das Modell liefert Ansatzpunkte, wie Lehrer die soziale Integration ihrer Schüler günstig beeinflussen könnten. In einer Querschnittstudie mit 296 Schülerinnen und Schülern wurde überprüft, ob Lehrersympathie, Schulleistung oder die von den Klassenkameraden vermutete Lehrersympathie einen Einfluss auf die soziale Integration eines Schülers haben. Signifikante Effekte wurden insbesondere für die Lehrersympathie festgestellt.
Illustrationsangaben Illustration(en)

Story Mapping: Eine Methode zur Verbesserung der Fähigkeit von leseschwachen Grundschulkindern, Sachtexte zu verstehen

Bezeichnung Wert
Verfasserangabe Steve Smith
Sprache deutsch
Person Smith, Steve YouTube DNB
Auflage 2011 / 01, 3. Jg.
Jahr 2011
Umfang S. 037 - 050 [014]
Schlagwort 150 $s Studie : Einzelfallstudie
150 $s Alter : 06-10 Jahre ; Grundschulalter
150 $s Lernbehindertenpädagogik > Methoden
151 $g Nordamerika: Vereinigte Staaten von Amerika
ICD10-F81.0 : Lesestörung
Annotation Abstract: Die vorliegende Studie stellt eine Replikation einer Untersuchung von Stagliano und Boon (2009) dar. Ihr Zweck bestand in der Beantwortung der Frage, ob sich das Leseverständnis von Grundschulkindern mit Problemen im sinnverstehenden Lesen durch die so genannte "Story Mapping-Methode" wirksam verbessern lässt. Als Design diente ein multipler Grundratenversuchsplan über Probandinnen und Probanden. Den Teilnehmenden wurde beigebracht, wie man eine Story Map verwendet und nach dem Bearbeiten einer Textpassage sinnvoll ausfüllt. Zur Erfassung des Erfolgs beantworteten die Kinder nach dem Lesen standardisierter Abschnitte wiederholt jeweils fünf Verständnisfragen. Im Ergebnis zeigte sich, dass alle Teilnehmenden ihren Prozentsatz an richtigen Antworten im Zuge der Intervention deutlich steigern konnten. Die Grenzen der Studie, die Implikationen der Befunde für Lehrkräfte von Kindern mit und ohne Förderbedarf sowie zukünftige Forschungsfragen werden diskutiert.
Illustrationsangaben Illustration(en)

Wirksamkeit Strukturierter Arbeitssysteme zur Förderung der Selbstständigkeit von Kindern mit Autismus

Bezeichnung Wert
Verfasserangabe Martin Degner ; Susanne Nußbeck
Sprache deutsch
Person Degner, Martin (Verfasser/-in) YouTube DNB
Nußbeck, Susanne (Verfasser/-in) YouTube DNB
Auflage 2011 / 01, 3. Jg.
Jahr 2011
Umfang S. 051 - 057 [007]
Schlagwort ICD10-F84 : Autismus-Spektrum-Störung ; ASS
Verhaltensauffälligenpädagogik > Methoden
150 $s Studie : Einzelfallstudie
150 $s Autismus : TEACCH-Ansatz
Verhaltensauffälligenpädagogik > Forschung
Annotation Abstract: Der TEACCH-Ansatz (Mesibov, Shea & Schopler, 2005) ist in der Autismuspädagogik als vielversprechende Fördermethode bekannt (Francis, 2005; Frith, 2008). Die Wirksamkeit des TEACCH-Ansatzes ist jedoch bisher unzureichend empirisch nachgewiesen (Research Autism, 2010). Weiterhin fehlt bislang ein Manual zur Vermittlung der Strukturierungshilfen aus dem TEACCH-Ansatz.
Diesen Fragen wurde in der hier vorliegenden Arbeit hinsichtlich eines Teilzieles des TEACCH-Ansatzes, der Entwicklung von mehr Selbstständigkeit, nachgegangen. Als Intervention wurde eine Kombination aus dem "Konzept zum Aufbau von Handlungsmotivation" (Schatz, Schellbach & Degner, 2007) und dem "Strukturierten Arbeitssystem" aus dem TEACCH-Ansatz (Häußler, 2005) angewendet. In zwei kontrollierten Einzelfalluntersuchungen wurde mit einem A1B1A2B2-Umkehrversuchsplan diese Kombination überprüft.
In der visuellen Inspektion der Daten ließ sich bei beiden Probanden eine Zunahme an Selbstständigkeit erkennen. Allerdings war nur bei einem Probanden der Zusammenhang zwischen Fördermethode und Fördererfolg zweifelsfrei nachweisbar. Die neu erworbenen Kompetenzen konnten von beiden Probanden in den Alltag übertragen werden und erwiesen sich als nachhaltig. Zusätzlich erhobene Einschätzungen der Bezugspersonen belegten einen deutlichen Rückgang des herausfordernden Verhaltens.
Illustrationsangaben Illustration(en)