Empirische Sonderpädagogik 2020 / 01, 12. Jg.

Bezeichnung Wert
Titel
Empirische Sonderpädagogik 2020 / 01, 12. Jg.
Untertitel
Sprachliche und kommunikative Kompetenzen
Verfasserangabe
Matthias Grünke
Medienart
Sprache
Person
Auflage
2020 / 01, 12. Jg.
Verlag
Ort
Lengerich [u.a.]
Jahr
Umfang
S. 001 - [088] [088]
Band
12
ISSN
18694845
Altersbeschränkung
0
Heft
01
Zählung
2020 / 01, 12. Jg.

Artikel

Entwicklung der Kurzskala zur Selbstwirksamkeit in Umgang mit heterogenen Lerngruppen (KUS-HL) - Reanalysen der Skalen von Kopp (2009) und Validierung der Kurzskala

Bezeichnung Wert
Verfasserangabe Steffen Siegemund ; Michel Knigge ; Carolin Rotter
Sprache deutsch
Person Siegemund, Steffen (Verfasser/-in) YouTube DNB
Knigge, Michel (Verfasser/-in) YouTube DNB
Rotter, Carolin (Verfasser/-in) YouTube DNB
Auflage 2020 / 01, 12. Jg.
Jahr 2020
Umfang S. 027 - 044 [018]
Schlagwort 151 $g Europa: Deutschland
Sonderpädagogik > Forschung
150 $s Studie ; Untersuchung
150 $s Beruf : Universitäre Ausbildung
150 $s Beruf : Ausbildung
Annotation Abstract: Die vorliegende Studie überprüft die Faktorenstruktur der Selbstwirksamkeitsskalen im Umgang mit Heterogenität bzw. mit "besonderen" Schülerinnen und Schülern (SuS) von Kopp (2009) anhand von zwei Datensätzen mit insgesamt 725 Studierenden der Lehrämter Primar- und/oder Sekundarstufe, Gymnasium sowie Sonderpädagogik. Im Ergebnis zeigt sich ein besserer Modellfit für ein alternatives vierfaktorielles Modell. Die Aufteilung in die Faktoren "Adaptive Unterrichtsgestaltung in heterogenen Lerngruppen" und "Adaptive Unterrichtsgestaltung für SuS mit erhöhtem sonderpädagogischen Förderbedarf" verweist hierbei auf die viel diskutierte Unterscheidung eines engen und eines weiten Inklusionsbegriffs (vgl. Werning, 2014) auch auf Ebene der Selbstwirksamkeit von Studierenden. Die weiteren Faktoren "Inklusive Lehrerpersönlichkeit" und "Klassenklima" folgen der Struktur von Kopp, wenngleich die Neuordnung einiger Items eine stringentere Interpretation ermöglicht und den Modellfit verbessert. An einem dritten Datensatz (n = 456) erfolgt die Validierung der neu entwickelten Kurzskala KUS-HL. Diese bietet zusammenfassend eine ökonomische Alternative zur Messung der Selbstwirksamkeit auch für Gruppen von Studierenden mit unterschiedlichen Lehrämtern.
Illustrationsangaben Illustrationen

Zur Veränderbarkeit von Heterogenitäts-Einstellungen und -Selbstwirksamkeitsüberzeugungen von Lehramtsstudierenden durch diversitätssensible hochschuldidaktische Lehrmodule

Bezeichnung Wert
Verfasserangabe Robin Junker
Sprache deutsch
Person Junker, Robin YouTube DNB
Auflage 2020 / 01, 12. Jg.
Jahr 2020
Umfang S. 045 - 063 [019]
Schlagwort 151 $g Europa: Deutschland
Sonderpädagogik > Forschung
150 $s Studie ; Untersuchung
150 $s Beruf : Universitäre Ausbildung
150 $s Beruf : Ausbildung
Annotation Abstract: Der effektive schulische Umgang mit Heterogenität ist einer der Hauptansatzpunkte, um der Aufrechterhaltung sozialstruktureller, gesamtgesellschaftlicher Ungleichheiten entgegenzuwirken. Dabei spielen die positiven heterogenitätsbezogenen Einstellungen und Selbstwirksamkeitsüberzeugungen von Lehrkräften eine Schlüsselrolle, da empirische Befunde die Rolle von Einstellungen und Überzeugungen für das berichtete Lehrer*innenhandeln, die Schüler*innenleistungen und die Belastungsgefühle auf Seiten der Lehrkräfte wiederholt verdeutlicht haben. Erste Studien zur Förderbarkeit von Einstellungen und Selbstwirksamkeitserwartungen haben zwar positive Wirkungen gezeigt, arbeiten aber mit eher kleinen Stichproben und einem eher eingeschränkten Heterogenitätsbegriff. Auf dieser Grundlage untersucht die vorliegende Studie in einem quasiexperimentellen Design anhand von 1703 Lehramtsstudierenden und mit Hilfe des neu entwickelten Messinstruments MESS H (Münsteraner Einstellungs- und Selbstwirksamkeitsskala zum Umgang mit Heterogenität), inwiefern sich positive Einstellungen sowie Selbstwirksamkeitsüberzeugungen in Bezug auf den Umgang mit Heterogenität durch diversitätssensible hochschuldidaktische Lehrmodule fördern lassen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Selbstwirksamkeitsüberzeugungen von Lehramtsstudierenden durch die Lehrmodule verbessert werden können. Die Einstellungsveränderungen im Zeitraum hängen hingegen eher mit Geschlecht und Studierendenstatus (Bachelor/Master) zusammen. Mögliche Implikationen für die Förderung von positiven, heterogenitätsbezogenen Einstellungen und Selbstwirksamkeitsüberzeugungen im Lehramtsstudium werden diskutiert.
Illustrationsangaben Illustrationen

Was bleibt hängen? Evidenz für eine Beeinträchtigung des Behaltens von Leistungsinhalten durch einen Indikator einer motorischen Beeinträchtigung

Bezeichnung Wert
Verfasserangabe Tobias Tempel ; Gerolf Renner
Sprache deutsch
Person Tempel, Tobias (Verfasser/-in) YouTube DNB
Renner, Gerolf (Verfasser/-in) YouTube DNB
Auflage 2020 / 01, 12. Jg.
Jahr 2020
Umfang S. 079 - 085 [007]
Schlagwort 151 $g Europa: Deutschland
001 $x Körperbehinderung
Sonderpädagogik > Forschung
150 $s Sozialwissenschaft : Stigmatisierung
Kompetenz, kognitive
Annotation Abstract: In einem Experiment wurde untersucht, wie die Bewertung einer schriftlichen Leistung und das Gedächtnis für deren Inhalt durch eine Information über eine motorische Beeinträchtigung der Verfasserin des Aufsatzes beeinflusst wird. Studentische Versuchspersonen lasen zunächst einen Aufsatz und sollten diesen anschließend bewerten sowie Fragen zu dessen Inhalt beantworten. Drei Bedingungen wurden verglichen. Eine erste Gruppe erhielt einen in ansprechendem Schriftbild handschriftlich verfassten Aufsatz. Die zweite und dritte Gruppe erhielten hingegen den gleichen Aufsatz in einem unsaubereren Schriftbild verfasst. Nur der dritten Gruppe wurde außerdem eine knappe Zusatzinformation gegeben, nach der die Autorin durch eine Diparese motorisch beeinträchtigt sei. Es ergaben sich zwei Hauptbefunde. Zum einen wurde der Aufsatz signifikant besser bewertet, wenn er in schöner Handschrift abgefasst war. Zum anderen beeinträchtigte die Zusatzinformation das Behalten des Aufsatzinhalts. Diese Befunde deuten an, wie vom Leistungsinhalt unabhängige Information über eine motorische Beeinträchtigung Leistungsbewertungen verzerren können.
Illustrationsangaben Illustrationen

Der Einsatz des Youth Self Report (YSR/11-18) bei Heranwachsenden

Bezeichnung Wert
Untertitel eine faktorenanalytische Betrachtung im Kontext der Beruflichen Bildung
Verfasserangabe Sophie Clara Holtmann ; Hans-Walter Kranert ; Roland Stein
Sprache deutsch
Person Holtmann, Sophie Clara (Verfasser/-in) YouTube DNB
Kranert, Hans-Walter (Verfasser/-in) YouTube DNB
Stein, Roland (Verfasser/-in) YouTube DNB
Auflage 2020 / 01, 12. Jg.
Jahr 2020
Umfang S. 003 - 026 [025]
Schlagwort Sonderpädagogik > Diagnostik
151 $g Europa: Deutschland
150 $s Belastung : Psychosoziale Belastung
Sonderpädagogik > Forschung
150 $s Studie ; Untersuchung
Annotation Astract: Psychische Belastungen junger Menschen stellen auch für die Gestaltung und Bewältigung Beruflicher Bildungsprozesse eine pädagogische Herausforderung dar. Insbesondere ergeben sich für Berufliche Schulen als wichtigen Ankerpunkt Beruflicher Bildung aus zwei Gründen heraus Bedarfe im Hinblick auf qualitativ hochwertige diagnostische Instrumente: zum einen, weil auch hier eine zunehmend intensive Diskussion um eine stärker inklusiv orientierte Ausrichtung im Gange ist – und zum anderen, weil neben dem Erkennen von Interventionsbedarfen, etwa über den Response-to-Intervention-Ansatz, mehr als bisher die Frage der Früherkennung und der Prävention für solche Problematiken gestellt wird. Auf Basis vorliegender Daten aus bayerischen Berufs- bzw. Berufsfachschulen wird in diesem Beitrag untersucht, inwiefern sich in der Faktorenstruktur des Instruments „Youth Self Report (YSR)“ der Achenbach-Skalen (Arbeitsgruppe Deutsche Child Behavior Checklist, 1998), trotz einer partiell abweichenden Altersstruktur der Stichprobe, mögliche Besonderungen ergeben. Eine vollständige Replikation der Struktur gelang nicht, jedoch ergaben sich einige Analogien mit einer deutlichen Reduzierung der Itemanzahl.
Illustrationsangaben Illustrationen

Dabei sein ist alles?

Bezeichnung Wert
Untertitel psychosoziale Entwicklung von Kindern mit Förderschwerpunkt Lernen in inklusiven vs. exklusiven Fördersettings
Verfasserangabe Malte Schwinger
Sprache deutsch
Person Schwinger, Malte YouTube DNB
Auflage 2020 / 01, 12. Jg.
Jahr 2020
Umfang S. 064 - 078 [015]
Schlagwort 151 $g Europa: Deutschland
150 $s Schule : Förderschule
150 $s Alter : 06-10 Jahre ; Grundschulalter
150 $s Motivation
Sonderpädagogik > Forschung
Annotation Abstract: Eine vorurteilsfreie, empirische Untersuchung der Chancen und Risiken inklusiver Beschulung stellt eine wichtige Voraussetzung zum Gelingen schulischer Inklusion im deutschen Schulsystem dar. Die vorliegende Arbeit leistet einen Beitrag zu dieser Debatte, indem sie die psychosoziale Entwicklung von N = 410 inklusiv vs. exklusiv beschulten Kindern mit Förderschwerpunkt Lernen (SPF-L) längsschnittlich über drei Messzeitpunkte am Ende der Grundschulzeit analysiert. In latenten Wachstumskurvenanalysen zeigten sich für die untersuchten Merkmale Fähigkeitsselbstkonzept, Selbstwirksamkeit, soziale Integration, allgemeiner Selbstwert und schulisches Wohlbefinden im Ausgangswert und im Entwicklungsverlauf kaum nennenswerte Unterschiede zwischen den Fördersettings. Insgesamt weisen die Befunde darauf hin, dass die Qualität der einzelnen Schule und der einzelnen Lehrkraft wichtigere Bestandteile erfolgreicher Inklusion sein dürften als formale Aspekte wie Schulgröße und Beschulungsform.
Illustrationsangaben Illustrationen