Der Schatten des Dalai Lama
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Der Schatten des Dalai Lama
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| Untertitel |
Sexualität, Magie und Politik im tibetischen Buddhismus
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| Verfasserangabe |
Victor und Victoria Trimondi
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| Person | |
| Auflage |
2. Aufl.
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| Ort |
Düsseldorf
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| Umfang |
816 S.
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| Schlagwort | |
| Annotation |
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Roman Schweidlenka; #Kritische Auseinandersetzung mit dem tibetischen Buddhismus. (PI)##Hinter den Trimondis verbergen sich Herbert und Marianna Röttgen. Herbert Röttgen war einst mit seinem Trikont Verlag ein wichtiges publizistisches Standbein der deutschen Linken, ehe er sich der neuen Spiritualität und den Mythen zuwandte und als Dianus-Trikont-Verlag zum wichtigsten Organ der damals neu entstehenden Alternativbewegung wurde. Dabei publizierte Röttgen auch etliches zum Thema Buddhismus. Im vorliegenden Buch übt er Kritik, die in der allgegenwärtigen Dalai Lama-Euphorie gerne übersehen wird. Ganz konkret zeigen die Autoren den Weg des tibetischen Buddhismus von eher anarchisch anmutenden Gesellschaftssystemen hin zu einer straffen Theokratie. Kritisiert werden kriegsverherrlichende Mythologien, sexualmagische Praktiken, Verbindungen zu esoterischen Rechtsextremisten und eine fest verankerte Frauenfeindlichkeit. Sogar Folterungen, Mord und eine heimliche Zusammenarbeit mit den chinesischen Aggressoren werfen die Autoren dem Dalai Lama vor. Ein heißes Buch!#Dennoch ist etliches übersehen worden, was zu einer ausgewogenen Darstellung dazu gehört: Der Reformwille des Dalai Lama, der mit ersten demokratischen Gehversuchen bereits umgesetzt wurde. Auch die Weltherrschaftsgelüste einer um ihr Überleben kämpfenden Kultur überzeugen nicht. Der Vorwurf, der Dalai Lama sei ein Freund des japanischen Sektenbosses Shoko Asahara, der bekanntlich den Giftgasanschlag auf die U-Bahn in Tokyo zu verantworten hat, übersieht, dass der Dalai Lama nach einer ersten Begegnung zum Sektenchef auf Distanz ging.#Fazit: Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und auch praktizierenden Buddhisten zu empfehlen ist.
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