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      <marc:subfield code="a">Elsas Großväter</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Angela Zemanek-Hackl; #Die Geschichte einer Suchenden nach sich selbst und ihrer eigenen Familiengeschichte. (DR)##Die Mappe mit alten Briefen, die Elsa zur Kur mitnimmt, konfrontiert sie mit der Geschichte ihrer Großeltern vor und#während des zweiten Weltkrieges. Mit jedem Brief taucht sie tiefer in das Leben jener Personen, vor allem in das des Großvaters als Briefverfasser, ein. Mit den Augen und dem Wissen der Nachgeborenen vergleicht sie Familienüberlieferung und briefliche Aufzeichnungen der damaligen Wirklichkeit. Sie beginnt zu erahnen und zu begreifen, was damals in den Handelnden vorging, erfährt von den Glücklichen, die rechtzeitig ausreisen konnten und den Ungläubigen, die lange dachten, das Schreckliche ginge an ihnen ohne größere Schäden vorüber. Schon bald gab es kaum mehr Länder, die Ausreisende annehmen wollten, schon bald gab es auch keine sicheren Länder mehr, in die man einreisen konnte.#Besonders die Parallelführung der zwei zeitlichen Ebenen der Dreißiger- und Vierzigerjahre und der Neunzigerjahre während des Jugoslawienkrieges erzeugt eine große Spannung und führt deutlich vor Augen, dass Flüchtlingsschicksale wiederkehrende - tragische -  Ereignisse sind. Auch heute will kaum ein Land Flüchtlinge aufnehmen. Sie werden, wie damals, nur als "Wirtschaftsflüchtlinge" gesehen und gerne am Einreisen durch diverse bürokratische Schikanen gehindert.#Eine wirklich gelungene Erzählung, die sehr betroffen macht und zum Nach- und Mitdenken zwingt.## ---- #Quelle: SCHRIFT/zeichen; #Autor: Waltraut Kovacic; #Elsa, das Alter Ego von Susanne Scholl, der bekannten Auslandskorrespondentin des ORF, will die Zeit eines Kuraufenthalts nutzen, um sich ihren, von den Nazis ermordeten Großvätern zu nähern.#Als Kind hatte sie immer wieder bedauert, dass sie keine Großeltern hatte, sie waren für sie keine richtigen Menschen, nur Erzählungen, hölzern und leblos.#"Jetzt aber hat sie in ihrem Koffer etwas, das, wie sie meint, alles ändern wird": Eine Mappe mit Briefen, die ihr väterlicher Großvater und ihr schon im Exil in England befindlicher Vater gewechselt haben. Diese will Elsa während der Kur lesen.#Gleichzeitig aber erreichen sie auch die beklemmenden Nachrichten über den gerade tobenden Krieg am Balkan, wodurch die Aktualität der Themen des Krieges, der Gewalt, der Vertreibung und des Hasses unter den Völkern noch unterstrichen wird.#Lange Zeit hindurch zeigen die nahezu rührend naiven Briefe des Großvaters, der sich etwa sorgt, dass die Tropenausrüstung für die geplante Ausreise nach Afrika zum zweiten Sohn nicht und nicht eintrifft, dass auch in Zeiten größter Bedrängnis Lebensgewohnheiten nicht von heute auf morgen abgelegt werden, bzw. auch, dass man auch in Zeiten größter Not versucht, so etwas wie Normalität aufrechtzuerhalten.#Gerade aber diese scheinbare Alltäglichkeit der Briefe, in denen meist nur zwischen den Zeilen das brutale Vorgehen der Nazis gegenüber Juden, die Enteignung und Entrechtung zum Ausdruck kommt, macht die nachhaltige Wirkung diese Buches aus.#Von der Familie ihrer Mutter sind keine schriftlichen Aufzeichnungen erhalten. Sie wird aber des Öfteren im Kontrast zur bürgerlichen, wohlhabenden väterlichen Familie erwähnt. Man kann nur erahnen, wie dramatisch die Situation für sie gewesen sein muss.#Das Buch hinterlässt eine Ahnung, wie die ungezählten Einzelschicksale hinter den nüchternen Zahlen ermordeter Jüdinnen und Juden aussehen.</marc:subfield>
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