Persönliche Zukunftsplanung im Übergang von der Schule ins Berufsleben

Bezeichnung Wert
Titel
Persönliche Zukunftsplanung im Übergang von der Schule ins Berufsleben
Verfasserangabe
Julia Haslberger. Helga Fasching
Medienart
Sprache
Person
Auflage
[Druck]
Verlag
Ort
Wien
Jahr
Umfang
163 Seiten
Fußnote
Diplomarbeit ; Literaturverz. S. 139 - 156
Schlagwort
Annotation
1.1Aus der Einleitung: Die Auseinandersetzung mit dem Themenbereich des Übergangs Schule-Beruf von jungen Männern und Frauen mit Beeinträchtigung hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, sowohl in fachlichen als auch in politischen Diskussionen. Anlass kann sein, dass für Menschen mit Behinderung nach wie vor defizitäre Chancen auf Integration am Arbeitsmarkt vorherrschen (…). So schreibt auch BAUDISCH et al. (…): "Nur sehr wenige Menschen mit Behinderung erreichen den allgemeinen Arbeitsmarkt und damit ein spezielles Niveau der Teilhab." RADATZ (…) bezeichnet den Übergang von der Schule in die Berufsausbildung und das Erwerbsleben deshalb als brüchig, weshalb er an dieser Schnittstelle Handlungsformen als notwendig erachtet.
1.2Der Übergang von der Schule in den Beruf stellt für alle jungen Männer und Frauen eine kritische Zeit dar, in der über die berufliche Zukunft entschieden wird. Alle SchülerInnen müssen Entscheidungen für eine weitere Ausbildung oder einen Beruf treffen und einen passenden Ausbildungs- oder Arbeitsplatz suchen, der für ihre Zukunft von großer Bedeutung ist (…).
1.3Gleichzeitig steigen die Anforderungen im Beruf (…). Die Veränderungen gehen in die Richtung von "atypischen" Karrieren, flexiblen Einstiegen und Umstiegen und die dadurch resultierenden erhöhten Qualifikationsanforderungen (…). Die Beschäftigung verändert sich hin zu einer so genannten "Entgrenzung und Flexibilisierung der Arbeit", worunter man eine zunehmende Auflösung der Strukturen von betrieblich organisierter Arbeit versteht. Das klassische Normalarbeitsverhältnis verliert tendenziell an Bedeutung (…), Nischenarbeitsplätze, einfache und ungelernte Tätigkeiten fallen weg und ein genereller Trend zu höheren Ausbildungen ist zu verzeichnen. Der Personalbedarf an hoch- und breit qualifizierten Arbeitskräften steigt an, was die Arbeitnehmenden mit einer steigenden Leistungsanforderung konfrontiert (….).
1.4HÄRTEL (…) stellte deshalb bereits im Jahr 1995 resümierend fest, dass die Unterstützung von jungen Männern und Frauen zu ihren Berufs- und Bildungswegen eine immer größer werdende Rolle spielt, und zwar im Hinblick auf die Herausforderung, dass sich dieser Weg ihren Interessen, Anlagen und Begabungen entsprechend gestalten soll. Dieser steht jedoch erhöhten Qualifikationsanforderungen in Bildungs- und Berufsumfeld gegenüber. Es wurde deshalb bereits 1998/99 in Österreich der verbindliche Unterrichtsgegenstand "Berufsorientierung und- Bildungsinformation" (BOBI) in der 7. und 8. Schulstufe an allen Schulen geschaffen, der SchülerInnen zur Entwicklung persönlicher Lebens- und Berufsperspektiven befähigen soll (…). Viele SchülerInnen fühlen sich jedoch nach Beendigung der Pflichtschulzeit nach wie vor überfordert hinsichtlich der Entscheidung über die weitere Ausbildungs- oder Berufswahl (…). Im Jahr 2001 wurde die so genannte "Beschäftigungsoffensive der österreichischen Bundesregierung" gestartet, um junge Männer und Frauen mit Beeinträchtigungen den Übergang ins Erwerbsleben zu erleichtern. Ziel war angesichts der hohen Arbeitslosigkeit, die Integration behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt (…). Die berufliche Rehabilitation ist also stets gefordert, sich weiterzuentwickeln (…)
Altersbeschränkung
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