Die psychische und physische Belastbarkeit der Erzieher geistig und mehrfach behinderter Kinder und Jugendlicher
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Die psychische und physische Belastbarkeit der Erzieher geistig und mehrfach behinderter Kinder und Jugendlicher
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| Verfasserangabe |
Susanne Labugger. Gunter Iberer
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| Auflage |
[Druck]
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| Ort |
Graz
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158 S.
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| Fußnote |
Diplomarbeit ; Literaturverz. S. 154 - 158
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| Schlagwort | |
| Annotation |
Das Thema der vorliegenden Arbeit ist das Ergebnis einer theoretischen und praktischen Auseinandersetzung mit geistig und mehrfach behinderten Kindern und Jugendlichen. Die tägliche Konfrontation mit den Kindern, den Erziehern und den damit verbundenen belastenden Situationen erweckte das Interesse, sich näher mit den psychischen und physischen Auswirkungen der Erzieherarbeit zu beschäftigen. Es ist zwar allgemein bekannt, daß die Arbeit im Behindertenbereich hohe emotionale Anforderungen stellt, jedoch gibt es sehr viele nicht offensichtliche Situationen, Erlebnisse und Spannungen, die dann eine entsprechende seelische oder körperliche Reaktion auslösen. Die Beschäftigung mit der eigenen, erfahrenen Gegenüberstellung mit diversen Gegebenheiten ist daher Thema dieser Arbeit geworden. Die Zielsetzung lag darin, einmal nicht so sehr auf die Probleme der Behinderten einzugehen, sondern die Anforderungen, Aufgaben, Erwartungen, Vorstellungen sowie Belastungen der Erzieher herauszufinden. Um über diese Aufgabenstellung überhaupt schreiben zu können, bedurfte es einiger Gespräche mit in diesem Bereich jahrelang tätigen Erziehern, der theoretischen Auseinandersetzung mit spezifischer Literatur und der eigenen Erfahrung. Es genügt nicht nur zu wissen, daß die Erziehung geistig behinderter Kinder sich schwieriger gestaltet als die Erziehung nichtbehinderter Kinder, sondern es ist auch wichtig, sich zuerst einmal mit der Art der Behinderung auseinanderzusetzen, um dann geeignete individuell abgestimmte Methoden zu finden. Daher war es in dieser Arbeit auch ein Anliegen, näher auf die einzelnen Behinderungen und die Gruppe der behinderten Kinder und Jugendlichen einzugehen, um dann in weiterer Folge gewisse Anspannungsmomente besser verstehen zu können. Wichtig ist, die behinderten Kinder und Jugendlichen immer als Menschen mit einer eigenen Persönlichkeit, mit eigenen Wünschen, Gefühlen und Bedürfnissen zu sehen. Die geeignete Vertrauensbasis und ein Miteinander in der Arbeit sind Grundbedingungen für die Beschäftigung mit Behinderten. Der erste, allgemeine Teil befaßt sich mit den Begriffsbestimmungen, die im Bereich der Behindertenpädagogik relevant sind, um einen Einblick in die verschiedenen pädagogischen Bereiche zu gewinnen. Es stellt sich aber bald heraus, daß die Begriffe der Heil-, Sonder- und Behindertenpädagogik nicht eindeutig zu trennen sind. Neben der pädagogischen Bedeutung der Behinderung erscheint auch die soziale von einer besonderen Wichtigkeit. Eine Behinderung soll für den Betroffenen keine Nachteile und Isolation bewirken, sondern aufgrund der besonderen Lebensbefähigung Behinderter steht die Gemeinsamkeit an erster Stelle. Danach war es ein Bedürfnis, in einem weiteren Teil über die behinderten Kinder und Jugendlichen einen Beitrag zu liefern. Grundlagen über den Begriff der Behinderung, die Geschichte, die Ursachen und die verschiedenen Arten von Behinderungen helfen die Arbeit mit Behinderten besser zu verstehen. Im nächsten Teil dieser Arbeit wird dann auf den Beruf des Erziehers näher eingegangen, verbunden mit der Berufsposition, der Ausbildung, den Motiven und den Erwartungen im Behindertenbereich. Es zeigt sich, daß eine Professionalisierung nicht immer ausschlaggebend für das richtige Umgehen und Empfinden für die Behindertenarbeit sein muß. Das alles soll weiters auf die eigentlichen Aufgabenschwerpunkte in der Arbeit mit behinderten Kindern und Jugendlichen hinführen, die dann zu dem Teil der vorliegenden Arbeit führen, der die verschiedenen psychischen und physischen Auswirkungen behandelt. Mit diesen Vorkenntnissen über Behinderung, die Kinder, den Beruf und die Aufgaben ist die Darstellung der Überforderungssituationen und der belastenden Entwicklungen einfacher zu verstehen. Es gibt sehr viele belastende Merkmale, die sich im Berufsalltag und der täglichen Konfrontation mit den behinderten Kindern und Jugendlichen ergeben, sodaß sich der letzte Teil noch kurz mit einigen Bewältigungsstrategien beschäftigt, um den Gefühlen von Burn-out besser standhalten zu können.
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| Altersbeschränkung |
16
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