Sportmotorische Leistungsfähigkeit in der Primarstufe im Bundesländervergleich Tirol und Vorarlberg

Bezeichnung Wert
Titel
Sportmotorische Leistungsfähigkeit in der Primarstufe im Bundesländervergleich Tirol und Vorarlberg
Verfasserangabe
Lena Barbara Siegl. Priv.-Doz. MMag. Dr. Nikolaus Greier
Medienart
Sprache
Person
Reihe
Ort
Stams
Jahr
Umfang
65
Schlagwort
Annotation
Abstract
Hintergrund: Der Bewegungsmangel nimmt durch die steigende Digitalisierung in der Gesellschaft immer mehr zu. In verschiedenen Studien wurde bereits festgestellt, dass in Österreich ein West-Ost-Gefälle zugunsten des Westens zu verzeichnen ist. Der direkte Vergleich zwischen den westlichen Bundesländern ist bisher jedoch wenig erforscht.
Zielsetzung: Ziel dieser Arbeit war es, die sportmotorische Leistungsfähigkeit in der Primarstufe im Bundesländervergleich Tirol und Vorarlberg zu untersuchen.
Methodik: Mithilfe des Deutschen Motorik Tests 6-18 wurde die sportmotorische Leistungsfähigkeit von Tiroler und Vorarlberger Kindern in der Primarstufe erhoben. Bei der Testung nahmen zwei Schulen in Tirol und eine in Vorarlberg teil. Die Daten wurden im Bundesländervergleich analysiert. Die statistische Auswertung erfolgte mittels SPSS. Das Signifikanzniveau wurde bei 0,05 festgelegt.
Ergebnisse: Insgesamt konnten die Daten von 207 Volksschulkindern erhoben werden. Die Tiroler Volksschulkinder (N = 102) wiesen in den Kategorien Gesamtscore (p = 0,001), Liegestütz (p = 0,003), Sit-ups (p = 0,002) und 6-Minuten-Lauf (p = 0,002) eine signifikant höhere sportmotorische Leistung auf, als die Vorarlberger Kinder (N = 105). Bei den Testitems 20m-Sprint, Balancieren rückwärts, Seitliches Hin- und Herspringen und Rumpfbeuge konnten keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden. Bei beiden Bundesländern wurden die Testergebnisse von durchschnittlich bis weit überdurchschnittlich bewertet.
Schlussfolgerung: Die in der vorliegenden Studie festgestellten Unterschiede der sportmotorischen Leistungsfähigkeit zugunsten der Tiroler Volksschulkinder, bestätigt das hohe Niveau im Westen Österreichs. Trotzdem ist zu beachten, dass auch in Bundesländern mit überdurchschnittlichen sportmotorischen Leistungsfähigkeiten eine weitere Förderung und auch die Bewusstseinsstärkung für ein gesundes Leben unabdingbar sind.
Altersbeschränkung
0
Urheber
Priv.-Doz. MMag. Dr. Nikolaus Greier