Jud
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Jud
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| Untertitel |
Roman
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| Verfasserangabe |
Georg Thiel
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| Medienart | |
| Sprache | |
| Person | |
| Auflage |
1. Auflage
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| Verlag | |
| Ort |
Wien
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| Jahr | |
| Umfang |
220 S.
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| ISBN13 |
978-3-99200-199-6
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| Annotation |
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Maria Schmuckermair; #Zwanzig Jahre nach einem traumatischen Kindheitserlebnis reist der in einer Krise steckende englische Fotograf Titus zurück in seine Heimatstadt Wien. (DR)#"Natürlich hasse ich Österreich. Aber ich trage dieses entsetzliche wienerische Erbe in mir." 1958, Manchester: Die Beziehung des Fotografen Titus mit seiner Freundin ist nur mehr ein "Sich-gegenseitig-Quälen", auch beruflich befindet sich Titus Strings an einem Tiefpunkt. Doch der Anruf einer Agentin des "Manchester Guardian" eröffnet ihm einen einträglichen Arbeitsauftrag: Titus soll eine Fotoreportage über die Weltausstellung in Brüssel erstellen. Dort angekommen, muss er mit dem hoch gebildeten, aber äußerst schwatzhaften Feuilletonisten Rupert zusammenarbeiten. Aus dem russischen Pavillon werden die beiden wegen dessen boshaften, aber treffsicheren Kommentaren zur UdSSR hinausgeworfen. Der Besuch des vatikanischen Pavillons provoziert erst recht zu süffisanten Bemerkungen ("Die Regime beider Länder weisen einige Übereinstimmungen auf"). Im österreichischen Ausstellungsgebäude schließlich bricht Titus weinend zusammen, als er die Zeilen aus Schuberts "Winterreise" hört: "Fremd bin ich eingezogen" Die kluge und warmherzige Hostess Erika spürt sofort, was Titus braucht: Er muss zurück nach Wien, um die Verwundungen seiner Kindheit zu heilen - eine Naturnotwendigkeit. Mit dieser Heimreise wird ein Feuerwerk an Ereignissen gestartet, das den Ich-Erzähler mit dem Trauma seiner Jugend konfrontiert. 1938 hat ein dickleibiger Mann in Uniform und mit Hakenkreuzbinde den 15-Jährigen gezwungen, das Wort "Jud" an die Hauswand zu pinseln. Diesen ewiggestrigen Nazi macht er ausfindig und konfrontiert ihn mit seiner Untat.#Der spitzzüngige und pointenreiche Tonfall des Erzählers verträgt sich erstaunlich gut mit dem ernsten und letztlich tragischen Hintergrund - das ist die Stärke dieses schmalen Romans, den man gebannt und vergnügt in einem Zug durchliest. Mit großem Nachdruck empfohlen!
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