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      <marc:subfield code="a">Die Reisende</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="b">Buchschmiede</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Bahnhöfe sind Orte der Ankunft. Menschen werden empfangen, umarmt und willkommen gehißen. Menschen reisen zu und mit einem Ziel.

Judith Krane nicht SIe reist ziellos. Niemand wartet auf sie, niemand bemerkt ihre Reisen. Im REX 51 zwischen St. Pölten und Wien beobachtet sie Gesten, Stimmungen und Haltungen, kopiert alles, um selbst Kontur zu gewinnen - doch jede Imitötion bestätigt nur ihre gefühlte Unsichtbarkeit.

Wie sehr sie sich auch anpasst, sie bleibt unsichtbar. Die permanent gefühlte Unsichtbarkeit, die Gleichgültigkeit der Welt, lässt Wut, Enttäuschung und verzweifelte Einsamkeit in ihr hochkochen - bis diese Gefühle so groß werden, dass sie beginnt zu töten. </marc:subfield>
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