Als meine Oma beschloss zu vergessen
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Als meine Oma beschloss zu vergessen
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| Verfasserangabe |
Rosa Schaberl
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| Person | |
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| Ort |
Wien
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48 Seiten
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| ISBN13 |
978-3-99153-140-1
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| Annotation |
Quelle: 1001 Buch (http://www.1001buch.at/); #Autor: Ela Wildberger; #»Als Oma so super richtig mega uralt war beschloss meine Oma an einem ganz gewöhnlichen Morgen, dass es nun an der Zeit war, mit dem Vergessen zu beginnen «#»Mit dem Vergessen beginnen« ein ungewöhnlicher Zugang zum Thema Altersdemenz, ein unbeschwerter Einstieg in eine besondere Geschichte, die mit dem überraschenden Signal einer Selbstermächtigung beginnt: Das Vergessen wird hier als selbstbestimmte Entscheidung zelebriert, als die gleichsam logische Konsequenz eines erfüllten Lebens: Aus kindlicher/m Wahrnehmung/Empfinden werden entlang des Jahreskreises, ohne Bitterkeit die letzte Lebensspanne der Großmutter und darin eingeschlossen gemeinsame Erlebnisse erzählt: unendlich viele Kekse backen zur Weihnachtszeit, Wiesenblumenkränze flechten und dabei Omas Erinnerungen an ihre Jugend lauschen im Frühling, Kaulquappen fangen und Schwimmenlernen im Sommer und schließlich Maroni suchen und Blätter bestimmen im Herbst. Die kindliche Erzählstimme hat eine besondere Beziehung zu ihrer Oma zwischen ihnen gibt es ein intuitives Verstehen und aufeinander Reagieren. Ein liebevolles Weitergeben von Wissen der alten Frau, ein aufmerksames Zuhören und Lernen des jungen Kindes. Die unaufgeregte Narration, in der wichtige Erkenntnisse typografisch hervorgehoben werden, wird von ebenso schlichten wie weit ausholenden (an naive Malerei erinnernden) Illustrationen aus changierenden Perspektiven begleitet; Figuration und Komposition wirken ebenso statisch wie vehement und münden in räumliche Settings, die großzügig über die Doppelseite verlaufen bzw. von kleinen Ausschnitten mit herangezoomten, teils surreal überhöhten Details unterbrochen werden.#In Motivik und Farbgebung folgt auch die visuelle Gestaltung den Jahreszeiten, dem Erinnern, Erkennen und Erspüren und am Ende einem Rollentausch. Als Oma auch vergisst, dass das Mädchen an ihrer Seite ihre Enkelin ist, »habe [ich] ihr einfach unsere Geschichten erzählt« ein beinahe märchenhaft überhöhtes Erzählen über gemeinsam Erlebtes, das schließlich zu einem sanften, versöhnlichen, offenherzigen Loslassen führt: » denn wenn man im Leben alles schon gewusst hat, wenn man alles schon einmal gelernt und weitergegeben hat, dann ist es auch völlig in Ordnung, irgendwann zu vergessen, aufzuwachen.«
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