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Das geplünderte Nest

Bezeichnung Wert
Titel
Das geplünderte Nest
Untertitel
Roman
Medienart
Person
Verlag
Jahr
ISBN13
978-3-99027-427-9
Annotation
Ein fesselnder Roman mit überraschenden Parallelen zwischen der Graffiti-Szene in Beirut und dem Leben in einem Tiroler Bergdorf. (DR) Der 1983 im Tiroler Alpbach geborene Robert Prosser hat sich in den letzten Jahren nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Performancekünstler einen Namen gemacht. Mit dem vorliegenden Roman legt er eine spannende, subtil konstruierte Geschichte vor, deren autobiografische Züge unschwer zu erkennen sind. Prosser lässt seinen ebenfalls aus Alpbach stammenden Ich-Erzähler in den Libanon reisen, um dort in der Sprayer-Szene zu recherchieren. In Beirut lernt er den Graffiti-Künstler Rami kennen, der unter prekären Umständen lebt und in ihm Erinnerungen an seine eigene Kindheit im Tiroler Bergdorf wachruft. Dorthin hatte es 1944 den einarmigen, expressionistischen Berliner Maler Hugo Lenz verschlagen, der bis zu seinem Lebensende in dem sich immer mehr zu einem Tourismusort entwickelnden Dorf ein unsicheres Dasein im »Abseits« führte. Der Ich-Erzähler rekonstruiert die Ereignisse in seinem Heimatdorf zur Zeit des Nationalsozialismus und stößt dabei auf ein Versteck von Deserteuren in den Bergen und auf ein Lager für Zwangsarbeiter, in dem sein Großvater Ludwig als Lagerleiter eine unrühmliche Rolle spielte. Robert Prossers Roman ist aufgrund seiner spannenden Handlung und seiner subtilen Charakterzeichnung allen Bibliotheken sehr zu empfehlen! 751 bn.bibliotheksnachrichten / Johannes Preßl