Zurück zum Feuer

Bezeichnung Wert
Titel
Zurück zum Feuer
Untertitel
Roman
Verfasserangabe
Saskia Hennig von Lange
Medienart
Person
Verlag
Ort
Salzburg ; Wien
Jahr
Umfang
213 S.
ISBN10
3-99027-058-3
ISBN13
978-3-99027-058-5
Annotation
Drei Figuren in einer existentiellen Krise. (DR) Das Motiv - das völlige Auf-sich-selbst-zurückgeworfen-Sein - erinnert in seiner existentiellen Wucht an Marlen Haushofers großartigen Roman "Die Wand", die Sprache in ihrer minutiösen Genauigkeit an Peter Handke. Dass die in Frankfurt am Main lebende Autorin 2014 den Rauriser Literaturpreis verliehen bekam, komplettiert den Österreich-Bezug. In diesem Debütroman geht es um drei Menschen, die jeweils in eine psychisch oder physisch extreme Situation geraten sind. Das Ehepaar Max und Inge hat vor wenigen Wochen den bereits erwachsenen Sohn Raphael durch einen Verkehrsunfall verloren. Ohne seine Frau davon zu verständigen, fährt nun Max in ein einsam gelegenes, völlig verwildertes Waldhaus, das seinem Idol Max Schmeling gehört hat. Dort wird er zum "Nachttier", das sich im Stockfinsteren orientieren muss und einen blutigen Kampf mit einem Wildschwein austrägt. Inge nützt die böse Ahnung von den inneren Konflikten ihres Mannes, um sich selber frei zu machen von der Vergangenheit, indem sie die Wohnung leer räumen lässt. Die dritte der sich abwechselnden Erzählstimmen gilt der Boxlegende Max Schmeling. Der ehemalige Sportstar und spätere Jäger liegt kraftlos in seinem kleinen Jagdhaus im Sterben, begleitet von einer Pflegerin. Sehr dichte Prosa, die das menschliche Denken und Empfinden radikal bis zu den Anfängen der Zivilisation zurückverfolgt, wie es der Titel nahelegt. Absolut lesenswert!