Stand jetzt
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Stand jetzt
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| Untertitel |
aus dem Wörterbuch meiner Mitmenschen
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| Verfasserangabe |
Knut Cordsen
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| Medienart | |
| Sprache | |
| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
München
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| Umfang |
143 Seiten
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| ISBN10 |
3-95614-653-0
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| ISBN13 |
978-3-95614-653-4
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| Schlagwort |
Deutsch
Umgangssprache Jargon Sprachkritik Softcover / Belletristik/Essays
Feuilleton
Literaturkritik Interviews LTI Gendern Phrasen Denglish Axel Hacke Hohlsprech Karl Kraus Dummdeutsch Sprachliebe Bastian Sick Gerhard Storz W.E. Süskind Wortklauberei Jugendsprache Wort des Jahres Dolf Sternberger Gerhard Henschel Victor Klemperer Phrasendrescherei Unwort des Jahres politischer Jargon Unternehmenssprache Aus dem Wörterbuch des Unmenschen |
| Annotation |
Am Gebrauch der Sprache lässt sich etwas über den Zustand unserer Gesellschaft ablesen. Dachten Sternberger, Storz und Süskind, als sie kurz nach Kriegsende ihr Buch Aus dem Wörterbuch des Unmenschen kompilierten und zeigten, welche Verheerungen der Nationalsozialismus auch in der deutschen Sprache hinterlassen hatte. Knut Cordsen übersetzt diesen Ansatz in die Gegenwart – natürlich im Bewusstsein, dass sich Geschichte immer zweimal ereignet, einmal als Tragödie und einmal als Farce.
So stellt sich Stand jetzt in eine doppelte Tradition. Im Sinne einer ernsten Sprachkritik forscht Knut Cordsen nach der tieferen Bedeutung des heutigen Jargons, spürt dem Jägerlatein einer Alice Weidel nach, schaut, was hinter der Brandmauer steckt, und begibt sich auf die Suche nach den Ursprüngen des Kampfbegriffs »Lügenpresse«. Zum anderen speist sich Stand jetzt aber auch aus einer unbändigen Sprachlust, labt sich an Worthülsenfrüchten, feiert Brot und Wortspiele, spaziert fröhlich und ergebnisoffen durch unsere nicht immer armutsfeste schöne Sprache und stärkt ihr den Rücken, nachdem man sie hinterhältig unter den Bus geworfen hat. Ein so heldenhaftes wie mitmenschliches, meinungsstarkes wie lückenhaftes Kommentariat zum zeitgeistigen und zeitnahen Sprachgebrauch, das uns vor die großen Fragen stellt: Sollen wir weinen, weil das alles so komisch ist, oder lachen, weil das alles so tragisch enden wird? |
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