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      <marc:subfield code="c">Gerelchimeg Blackcrane. Aus dem Engl. von Nicola T. Stuart</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">&#x84;Es war nichts als Instinkt, ihn in den Nacken zu beißen. {Kelsang} biss zu, riss den Wolf in die Höhe, und während er mit beiden Beinen fest auf der Erde stand, schüttelte er den Wolf, den er an seinem Hals gepackt hielt, brutal durch.&#x93; Nein, die Geschichte von Kelsang, der Tibetdogge, ist keine weitere Erzählung über einen putzigen, kleinen Vierbeiner. Der Do Khyi Kelsang ist groß, stark und gefährlich. Auch für Menschen. So, wie es sein soll. Denn er wurde gezüchtet, um die Herde und seine Familie mit aller Kraft zu beschützen. Und doch ist er loyal und seinem Herrn bedingungslos ergeben. Und: Kelsang ist Sympathieträger und Held. Denn unter seinem dichten schwarzen Fell, hinter seiner Ursprünglichkeit und Wildheit, hat er ein gutes Herz, das Abgründe menschlicher Überheblichkeit und Brutalität nur noch deutlicher zum Vorschein bringt. Der vom mongolischen Autor Gerelchimeg Blackcrane erzählte Lebens- und auch Leidensweg Kelsangs nimmt uns mit in eine fremde Welt, die der westlichen in manchen Dingen vielleicht ähnlich, in den meisten jedoch ganz und gar verschieden ist. Am Schicksal des Hundes spiegeln und brechen sich Facetten der Kultur und des Menschseins. Die Odyssee beginnt, als der mit Vorsatz betrunken gemachte Hirte Tensing sein Prachtexemplar Hund abgeben muss. Kelsang wird vom tibetischen Hochland nach Lhasa gebracht, wo er ein ganz neues, ganz anderes Leben kennenlernt. Das Leben in der Stadt, mit all den neuen, ungewohnten Gerüchen, Gefahren und Tücken. Doch der junge Rüde lernt schnell, findet sich zurecht und setzt sich erfolgreich gegen seine Angreifer zur Wehr. Seine Wehrhaftigkeit und Wildheit, die ihn auf der Hochebene, in seiner ursprünglichen Aufgabe als instinktsicher hätte gelten lassen, sind es jedoch auch, die ihm nun in der vermeintlichen Zivilisation zum Verhängnis werden. Kelsang wird an einen Pfahl gekettet dazu verdammt, ein einsames Leben ohne Zuspruch, Aufgabe oder Hoffnung zu fristen. Erst als ihm durch einen glücklichen Zufall die Flucht gelingt, bessert sich seine Situation: er findet zu Han Ma, dem Lehrer und lernt zu lieben. Der von nun an gemeinsame Weg führt Herrn und Hund weiter quer durch China und schließlich auf eine Hochsteppe der inneren Mongolei, zurück in Kelsangs geliebtes Grasland. Dorthin wo die Tibetdogge endlich wieder ihrer eigentlichen Bestimmung, dem Hüten, nachkommen kann &#x96; wenn auch in abgewandelter Form.</marc:subfield>
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