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      <marc:subfield code="a">Der diskrete Charme der Rebellion</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">1. Aufl.</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Angaben aus der Verlagsmeldung

Der diskrete Charme der Rebellion : Ein Leben mit den 68ern / von Reinhard Mohr

Auch nach vierzig Jahren hat die Revolte gegen die bürgerliche Welt kaum etwas von
ihrer Faszination verloren. So oft die »68er« schon bespöttelt und verachtet, für alles Böse
verantwortlich gemacht und in die »verdiente« Rente verabschiedet wurden – Totgesagte
leben länger.
Trotz der erbitterten ideologischen Auseinandersetzungen zwischen links und rechts ist
heute unbestritten: 1968 war die historische Zäsur der deutschen Nachkriegsgeschichte
seit 1945, vergleichbar nur mit dem Fall der Berliner Mauer im November 1989.
Zugleich ist »68« ein Mythos, eine Generationen übergreifende Erzählung, deren Wirkungen
andauern – ein immer wieder neu betrachtetes schillerndes Phänomen, das auch durch
eine noch so akribische Analyse schwer zu fassen ist. Zu vielfältig waren die Wurzeln der
Rebellion, zu unterschiedlich ihre Ziele und Protagonisten, zu komplex, ja widersprüchlich
ihre Einflüsse auf die Gesellschaft.
Eines aber bildet bis heute den Glutkern des Planeten »68«: Die Idee von einer freien und
glücklichen Gesellschaft, die Utopie vom selbstbewussten Individuum, das keine Ausbeutung
und Unterdrückung mehr kennt. »Wir haben sie so geliebt, die Revolution« – so erinnerte
sich Daniel Cohn-Bendit an jene Zeit, deren diskreter Charme darin lag, mit jeder Konvention
zu brechen.
Jenseits von Beschönigung und Verklärung, dafür mit Schwung, Ironie und dem Abstand der
Jahre schildert Reinhard Mohr jene Epoche, die noch keine Angst vor der Klimakatastrophe
hatte, sondern vom Strand unterm Straßenpflaster träumte: Phantasie an die Macht!
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