Aspekte zur Altenhilfe der Zukunft

Bezeichnung Wert
Titel
Aspekte zur Altenhilfe der Zukunft
Untertitel
Dokumentation der 7. Fachtagung "Behinderung im Alter" 1997 an der Heilpädagogischen Fakultät der Universität zu Köln
Verfasserangabe
Helmut C. Berghaus
Medienart
Sprache
Person
Reihe
Reihenvermerk
139
Auflage
1. Auflage
Verlag
Ort
Köln
Jahr
Umfang
140 Seiten
ISBN13
978-3-932882-69-2
Schlagwort
Annotation
Aus dem Editorial: Die alljährlich stattfindende Fachtagung "Behinderung und Alter" der Heilpädagogischen Fakultät der Universität zu Köln stand 1997 unter dem Themenschwerpunkt "Realitäten und Perspektiven im Wandel" (…)
Die zukünftige Umsetzung des Generationenvertrags ist ungewiß. Der Weiterbestand der Solidargemeinschaft wird immer mehr in Frage gestellt. Aus Rentabilitätsgründen wird in den Altenhilfeeinrichtungen oftmals Personal eingespart. Zusätzlich bedingt die Umsetzung der Pflegeversicherung neben Kraft- und Zeitaufwand innerbetrieblichen Druck. Die Zahlen, die den Umsatz einer Station oder eines Wohn-/Pflegebereiches sowie die Personalausstattung berechnen lassen, sind nicht immer transparent.
Obwohl viele Mitarbeiter im Altenhilfebereich aufgrund einer dünnen Personaldecke befürchten, zu einem "Ruhig-satt-und-sauber-Standard" zurückkehren zu müssen, wird gleichzeitig von ihnen ein hohes Maß an Servicebereitschaft und Kundenorientierung verlangt, um wettbewerbsfähig zu sein. Im Altenhilfebereich unterliegen nicht nur die gegenwärtigen Realitäten einem Wandel - was heute noch stimmt kann morgen durch veränderte Anforderungen und Notwendigkeiten schon überholt sein-, sondern auch die Perspektiven. Schien vor einigen Jahren noch klar, wohin die Entwicklungen gehen, was erstrebenswerte Ziele für Bewohner und Mitarbeiter sind und wie sie umgesetzt werden können, so müssen Konzepte und Visionen heute ständig korrigiert, angepaßt, oftmals auf ein Minimum reduziert oder gar ad acta gelegt werden.
Die gesetzlichen und institutionellen Rahmenbedingungen könnten Mitarbeiter in Altenhilfeeinrichtungen zur Resignation und inneren Kündigung verleiten. Mit den Vorträgen und Arbeitskreisen unserer Tagung möchten wir ihnen jedoch den Mut geben, sowohl die verbleibenden Möglichkeiten auch zukünftig engagiert und optimal zu nutzen, als auch ihre Visionen zu bewahren. Es werden kritische Bestandsaufnahmen vermittelt, aber auch Wege aufgezeigt, wie sie sich ihren Berufsalltag erleichtern können, Spaß an der Arbeit behalten bzw. ihn wiedergewinnen und ihren Anspruch an eine menschenwürdige und bewohnergerechte Arbeit trotz aller Einschränkungen verwirklichen können. (Helmut C. Berghaus, Karl-Heinz Knapic, Uta Sievert)
Altersbeschränkung
16
Illustrationsangaben
Illustration(en)