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      <marc:subfield code="a">Scheidewege 1993/94</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Bedauerlicherweise werden die Themen, die zu skeptischem Denken Anlaß geben, immer mehr. Erfreulich ist dies wiederum (und freilich nur in gewissem Sinne) für die Leser der Scheidewege, denen erstmals in zwei Bänden Anregungen, Meinungen und Bedenkenswertes in Form von Essays, Analysen oder Polemiken zur Kenntnis gebracht werden. Den Reigen der 33 Aufsätze beginnt Erwin Chargaff, der sich über den "Segen des Unerklärlichen" freut, den er konstatiert, wenn sich die Mulitidimensionalität des Lebendigen wissenschaftlicher Erklärbarkeit entzieht. Godela Unseld beschreibt den grundlegenden Mythos unserer Kultur - uns sei ein objektives Wissen über die Welt zugänglich - und erkennt in der Einsicht in die eigene Begrenztheit die einzig gangbare Alternative. Gleichnishaft sieht Jürgen Dahl das Leben im Garten und außerhalb, "für unsere Möglichkeiten des geduldigen Zulassens und für unsere Irrtümer des eiligen Zugreifens". Ulrich Horstmann doziert über technologisches Denken und apokalyptische Imagination, über die "Neue Schauerlichkeit" der Endzeitszenarios: Seit den "Grenzen des Wachstums" (1967) sei die Wissenschaft eifrig dabei, "die tödlichen Bedrohungen in die Welt zu setzen, durch deren anschließende Bekämpfung oder Schadensminimierung sie ihre Existenz als alternativloser Überlebensgarant rechtfertigt". Über die "totale Einsehbarkeit" des Satellitenauges schreibt Wolfgang Sachs und sieht darin eine "unselige Art von Erkenntnis", die auf Entfernung (Naturbeherrschung) beruht. Pointiert setzt Till Bastian dem die Lebenspraxis bestimmende Wachstumsparadigma unserer derzeitigen Wirtschaftsweise das Prinzip "Schrumpfung" als Alternative entgegen. Seine Zukunftsvision einer Menschheit, die die Erde treuhänderisch bewahrt und schützt, könnte neben vielen anderen Aspekten das Credo einer neuen umfassenden Ethik sein. Weitere Themen sind die Transplantationschirurgie im Widerstreit der Meinungen, patientenorientierte Medizin, Naturidealisierung im Umweltschutzhandeln, Umweltpädagogik, Schule der Zukunft (Werkschulheim Felbertal), christliches Menschenbild und fremde Religion, um nur einige zu nennen.</marc:subfield>
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