Sozialreportage als Medienspektakel

Bezeichnung Wert
Titel
Sozialreportage als Medienspektakel
Untertitel
»Durch die Wiener Quartiere des Elends und Verbrechens« von Emil Kläger und Hermann Drawe, 1905/1920
Medienart
Sprache
Person
Reihe
Reihenvermerk
24
Auflage
Auflage 950
Verlag
Ort
S.l.] @
Jahr
Umfang
248 Seiten
ISBN10
3-903595-10-1
ISBN13
978-3-903595-10-1
Schlagwort
Annotation
Beiträge zur Geschichte der Fotografie in Österreich, Band 24 <br> Herausgegeben von Monika Faber für das Photoinstitut Bonartes, Wien, und Walter Moser für die Fotosammlung der Albertina, Wien. <br> <br> Mit dem Lichtbildervortrag »Durch die Wiener Quartiere des Elends und Verbrechens« setzte das Volksbildungshaus Urania im Mai 1905 Maßstäbe: Es entstand eine der weltweit ersten Sozialreportagen, die auf die Macht der Fotografie vertraute. Der aufrüttelnde Text des Journalisten Emil Kläger und die drastischen Lichtbilder des Richters Hermann Drawe beleuchteten die Schattenseiten der Industrialisierung. Sie dokumentierten das Leben dort, wo das Bürgertum wegsah: in der Kanalisation, den Ziegelöfen und Massenquartieren. Die Reaktionen auf dieses Medienspektakel reichten von purer Sensationslust bis zu tiefer Betroffenheit. Mit der Präsentation von Fotoabzügen auf der »Allgemeinen Hygienischen Ausstellung« 1906 und der Buchveröffentlichung von 1908 verliehen die Autoren ihrem Anliegen in verschiedenen Medienformaten zusätzliches Gewicht. 1920 fand das Thema schließlich seinen Weg auf die Kinoleinwand – hochkarätig besetzt mit Stars des Burgtheaters. <br> <br> Michael Ponstingl ist Fotohistoriker und Kurator am Photoinstitut Bonartes, Wien.