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      <marc:subfield code="b">Kriminalroman</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Quelle: Pool Feuilleton; #Der Krimi ist eher eine Marketing- als eine Kunstform, an schwachen Tagen erinnert er an ein Schi-Rennen, wo immer jemand atemlos ins Ziel kommt und sagt, es war geil. Für die Zuschauer und im Krimi-Fall für die Leser ist das weniger geil, denn letztlich könnte man während dieser Zeit auch gesellig Kartenspielen oder einsam spazieren gehen, Hauptsache die Zeit geht um.#Mittlerweile ist auch wissenschaftlich bewiesen: Jeder Trottel kann einen Krimi schreiben. Trotzdem finden sich immer wieder sensible Musiker, Bibliothekare und Instrumentenbauer, die einen Krimi herunterfetzen. Und im Falle des Musikers Martin Mumelter stellt sich die Frage: Was muss das für eine öde Musikauffassung sein, wenn man einen Todesfall braucht, um die Musik in ihrem Musikbetrieb zum Klingen zu bringen? Und auch wenn man der verstorbenen Mitautorin gedenken will, doch nicht mit dem Fertigschmieren ihres Krimi-Entwurfes!#Wieder einmal Provinz, dieses Mal Bozen, wieder einmal eine skurrile Endzeit-Heldin, in diesem Falle eine Sing-Nudel, die nach einem Telefonanruf an Eichendorffs Mondnacht stirbt. Und natürlich ist das Lieblingswort des Commissarios: Lustlos. (17)#In den kleinen Happen des Gegenschnitts treten die ermittelnde und die ermittelte Seite auf. Der Commissario klappert also die Musikszene Bozens ab und wird bald einmal fündig. Die umgebrachte Sängerin hat vor ihrem Tod noch einen Streit mit dem Pianisten gehabt, weil er ihr ein Wettsingen versaut hat. Der letzte Zeuge kann sich an nichts richtig erinnern und wird deshalb festgenommen, zumal er einen Krimi aus dem Mittelalter schreibt und diverse Tötungshandgriffe verbal ausprobiert.#Für den Leser heißt das, er muss zwischen den zerschnipselten Recherchen zur Gegenwart auch noch kleine Notizen aus dem Mittelalter-Krimi lesen, die der Commissario mit ins Bett nimmt.#Alles läuft ab wie erwartet und darf deshalb hier nicht erzählt werden. Ab und zu erhellen kleine Petitessen aus der Provinz den dunklen Leser-Himmel, wenn etwa ein Musikdirektor eine Weltkarriere zwischen Salurn und Brenner hinlegt. Ja, das ist sehr humorig.#Ansonsten gibt es gerade für die Auflösung noch den einen oder anderen musikalischen Handgriff, den man für sich selbst als Weiterbildung verbuchen kann.#Im Sekundärkrimi stockt die Handlung zwischendurch ordentlich, weshalb sein Schreiber auch den Commissario um Rat fragt. "Es gelingt mir so schlecht, eine Handlung zu stricken." (198). Comissario Scalzi auf der Primärebene erfüllt auch diesen Wunsch, ehe er beim Duschen ein paar Arien singt, weil das so im Titel steht.#Helmuth Schönauer</marc:subfield>
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