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Wir müssen leider draußen bleiben

Bezeichnung Wert
Titel
Wir müssen leider draußen bleiben
Untertitel
Die neue Armut in der Konsumgesellschaft
Verfasserangabe
Kathrin Hartmann
Medienart
Person
Auflage
1
Verlag
Ort
München
Jahr
Umfang
415 S.
ISBN13
978-3-89667-457-9
Schlagwort
Annotation
Trotz Jubelnachrichten über Wirtschaftswachstum und angeblich historisch niedriger Arbeitslosenquote sind 11 Mio. Menschen in Deutschland arm. Dazu gehören längst nicht mehr nur Langzeitarbeitslose und Rentner, sondern Menschen, die von ihrer Arbeit nicht leben können: Zeitarbeiter und Minijobber. Gleichzeitig steigen weltweit die Vermögen der Reichen. Doch anstatt die Strukturen der rasant wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich zu hinterfragen, tritt die Gesellschaft nach unten: Die Armen, so die von Medien, Politik und Wirtschaftselite befreuerte Meinung, seien faul, ungebildet, selber schuld. In aufregenden Reportagen und bestechend genauen Analysen erkundet Kathrin Hartmann unsere sich spaltende Konsumgesellschaft und ihre globalen Zusammenhänge: Hier die Wirtschaftselite, die sich als "Leistungsträger" definiert und ein verrohtes Bürgertum, das sich in reichen Stadtvierteln abschottet und nur noch für den eigenen Vorteil kämpft. Dort die pauschal als "Unterschicht" für nutzlos erklärten Menschen, die nicht auf Teilhabe, sondern nur auf Brosamen hoffen dürfen. Etwa überschüssige Lebensmittel an den Tafeln oder Spenden der Superreichen, die sich als neue Wohltäter gerieren. Und über allem Politiker, die sich zunehmend aus der Oberschicht rekrutieren und nicht die Armut bekämpfen, sondern den Reichen Vorteile sichern.