Arbeiterbücherei Wasenbruck – Zweigstelle Stadtbücherei Mannersdorf

Kontakt und Öffnungszeiten Mit einer Partnerbibliothek

Wovon wir träumten

Bezeichnung Wert
Titel
Wovon wir träumten
Untertitel
Roman
Verfasserangabe
Julie Otsuka. Aus dem Amerikan. von Katja Scholtz
Medienart
Sprache
Person
Auflage
3. Aufl.
Verlag
Ort
Hamburg
Jahr
Umfang
159 S.
ISBN13
978-3-86648-179-4
Annotation
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Christina Repolust; #Überlebenskämpfe japanischer Frauen und Männer in den USA zwischen Ankommen und Verschwinden. (DR)#Die Japanerinnen sind jung, hoffnungsvoll und gutgläubig: Auf ihrer Schiffsreise in die USA halten sie die Fotos der feschen Japaner fest, die dort auf sie warten werden. Manche allerdings verlieben sich an Bord, manche werden schwanger, alle hüten ihre Träume und Erinnerungen. Die Männer, die sie erwarten, sind weder fesch, noch reich, noch ideal: Die Frauen wurden von den Heiratsvermittlern betrogen, aber das wollen sie nicht einmal in den stickigen Hotelzimmern wahrhaben und schon gar nicht ihren Familien mitteilen. Man bleibt zusammen, verheiratet, dient den Reichen in Amerika, staunt über kulturelle Unterschiede, nimmt Demütigungen in Kauf, bekommt Kinder.#Gekonnt bedient sich die Autorin eines kollektiven "Wir", einmal für die Sicht der Frauen, einmal für die Sicht der Amerikaner: Es gibt dieses "Wir" und es gibt demzufolge die "anderen", die nicht verstehen können oder wollen. Ein besonderes Buch, das eine Episode von Zuwanderung aus dem Vergessen holt, die mit dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor zu Ende ist. Wie wenig dieser Angriff aber mit den einst jungen Frauen, die voller Hoffnung kamen, zu tun hat, macht die Autorin durch eindrückliche Rhetorik, die das kollektive "Wir", dem "Ich" vorzieht, klar. Allen Büchereien und hier besonders den Lesekreisen, sehr zu empfehlen.## ---- #Quelle: LHW.Lesen.Hören.Wissen (http://www.provinz.bz.it/kulturabteilung/bibliotheken/320.asp); #Autor: Markus Fritz; #Otsuka erzählt die Geschichten der vielen jungen Japanerinnen, die ab 1920 ihre Heimat verließen, um in Kalifornien japanische Einwanderer zu heiraten. Sie waren voller Hoffnung auf ein besseres Leben. Während der Überfahrt über den Ozean klammern sich die Frauen an Fotos, die ihnen die Heiratsvermittler zuvor übergeben hatten, sie zeigen ihre zukünftigen Ehemänner: "Es waren gut aussehende junge Männer mit dunklen Augen und vollem Haar und glatter, makelloser Haut." Doch schon als sie in den Hafen einfahren, werden sie bitter enttäuscht: Am Pier warten nicht die schönen Männer von ihren Fotos, sondern eine Meute mit "Wollmützen und schäbigen schwarzen Mänteln". Obstpflücker statt Seidenhändler und Bankiers. Den Frauen steht hartes Leben bevor, mit harter Arbeit auf den Feldern. Manchen gelingt es sogar, eine kleines Restaurant oder einen Imbiss zu eröffnen, manche werden Dienstmädchen, andere Prostituierte. Das Leben der japanischen Einwanderer ändert sich schlagartig, als die Japaner Pearl Harbour angreifen. Es beginnt eine bespiellose Hetzkampagne der Medien gegen die japanischen Einwanderer: sie werden beschuldigt, im Inneren des Landes eine zweite Front vorzubereiten und Waffen zu horten. Sie werden deportiert. Das Besondere an diesem Buch sind nicht nur die vielen Einzelschicksale und die bildmächtige Sprache, sondern vor allem die Erzählperspektive: Die jungen Frauen sprechen in der Wir-Form, wie ein Chor.