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      <marc:subfield code="a">Alter Löwe und kleines Kaninchen</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Früher war er der König der Savanne. Doch das ist lange her. Die Glanzzeiten des alten Königs sind vorbei, sein Rudel hat längst ein anderer übernommen. Keiko Kaichi erzählt von der Einsamkeit des Alters, vom Nicht-gebraucht-Fühlen und davon, wie eine Begegnung alles verändern kann. Dabei hat der Löwe ursprünglich nicht Freundschaft im Sinn, als er das winzige Kaninchen entdeckt, das es sich in seiner Mähne gemütlich gemacht hat. &#x84;Sofort begann der alte Löwe, Gras und Blätter zu sammeln. &#x9b;Iss auf, kleines Kaninchen! Iss auf! Dann wirst du groß und fett&#x8b;, säuselte er.&#x93; Während er sich aber für- bzw. vorsorglich darum kümmert, dass aus einer kleinen Beute eine fette wird, scheint es, als würden seine Gefühle &#x96; wider die Natur &#x96; den Plan durchkreuzen. Als aber eine Hyäne vorbeikommt und die leckere Mahlzeit entdeckt, handelt der Löwe artgerecht angemessen: Mit einem einzigen Biss schnappt er der Hyäne das Kaninchen vor der Nase weg! Diese Szene wird so heftig auch wahrgenommen, weil die japanische Künstlerin ihre Geschichte mit weichem Kohlestift skizziert und mit hellen Grün-, Braun- und Gelbtönen sanft koloriert, ihren Figuren fast die Form und Haltung von Kuscheltieren gibt und die Doppelseiten wie einen ruhigen Fluss daherkommen lässt. Und dann lässt sie in dieser Szene der Hyäne die Zähne zeigen. Zwei Doppelseiten später dürfen Vorlesende und Zuhörende aufatmen, eine überraschende Wendung sorgt dafür, dass der ursprüngliche Erzählduktus wieder aufgenommen wird. Am Ende führt die Fürsorge für einen Freund zu einem gefühlvollen Abschied.</marc:subfield>
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