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      <marc:subfield code="a">Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/); &#xD;
Autor: Sabine Karpischek; &#xD;
Annotation: Eine feine Geschichte über die Not des Geschwisterkriegens in innovativen, spannenden Bildern.&#xD;
Rezension: Willi wünscht sich sehnlichst einen Bruder, damit er nicht mehr so alleine ist. Er träumt von einem Gefährten, der mit ihm Fußball spielt und Schlauchboot fährt, auf Strickleitern klettert und Baumhäuser baut. Und weil er noch so klein ist, wünscht er sich natürlich einen großen, starken Bruder. Was er tatsächlich bekommt, ist eine Lektion in Sachen Lebensrealität: Er bekommt eine kleine Schwester. Fortan muss er mit ansehen wie die kleine Lisa bedingungslos geliebt wird, auch wenn sie in die Windeln macht, das Essen ausspuckt und nachts nicht schlafen kann. Sogar als sie schon ein wenig größer geworden ist, gibt man ihr Spielzeug, wenn sie weint, Mama räumt für sie auf, Papa isst ihren Teller leer und Oma erzählt ihr spät abends noch Geschichten zum Einschlafen. Alle haben immer Geduld mit der Kleinen. Was für eine ungerechte, unbarmherzige Welt!&#xD;
Die ersten Bilder vermitteln uns Willis Enttäuschung und lassen uns seine Einsamkeit ahnen. Willi weiß noch nicht, dass Dinge sich im Leben ständig ändern, dass nicht immer alles gleich bleibt. Aber er macht schließlich die Erfahrung, dass es sich lohnt, Geduld zu haben, auch wenn es unvorstellbar lange dauert , bis die kleine Lisa groß wird und Wünsche manchmal auf eine Art in Erfüllung gehen, mit der man niemals gerechnet hätte: ganz von selber nämlich! Denn auch mit kleinen Schwestern kann man (irgendwann) Schlauchboot fahren und Fußball spielen, klettern und ein Baumhaus bauen. Wie warm dem Buben ums Herz wird in seiner Rolle als großer Bruder, sehen wir in der zweiten Hälfte des Buches in den satten, sonnigen Bildern. Die Illustrationen sind insgesamt außerordentlich bemerkenswert in ihrer Mischung aus Hell und Dunkel, die in unterschiedlichen Nuancen eine eigentümlich gebändigte Lebendigkeit erzeugt. Den Malstil könnte man in Anlehnung an den Pointilismus als "Strichilismus" bezeichnen. Mit kurzen, runden Strichen werden wollig weiche Bilder geschaffen, die an Stickbilder erinnern, jedoch noch plastischer erscheinen. Dadurch wird der rauen Wirklichkeit auf anschauliche Weise mütterliche Weichheit entgegengesetzt. Ein inhaltlich und illustratorisch innovatives Buch!&#xD;
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Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); &#xD;
Autor: Sabine Gabriel; &#xD;
Statt eines gewünschten Bruders tritt die kleine Schwester Lisa in Willis Leben. (ab 5) (JD)&#xD;
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Willi bekommt statt des ersehnten "großen" Bruders ein kleines Schwesterchen, das von den Eltern umsorgt wird und für das viele Regeln nicht gelten, an die er sich schon lange halten muss. Es dauert, bis Lisa endlich groß ist, doch nun kann Willi mit ihr all das machen, was er sich mit einem großen Bruder so spannend vorgestellt hatte: Schlauchboot fahren etwa oder ein Indianerzelt bauen, auf den Apfelbaum klettern und Fußball spielen.&#xD;
Ganz versöhnt ist Willi mit seinem Schicksal an dem Tag, an dem Lisa ihm einen Kuss auf die Wange gibt. Das hätte ein Bruder wahrscheinlich nicht gemacht. Die zentralen Themen der Geschichte - Vorfreude auf das Geschwisterchen, Enttäuschung und Eifersucht, langes Warten auf das Größerwerden der Schwester und schließlich Annäherung und Akzeptanz - greift Bernhard Lins auf, ohne Willis Beobachtungen zu interpretieren oder seine Gefühle einer Wertung zu unterziehen. Gerade deshalb bietet die Geschichte Anlass zum gemeinsamen Nachdenken über eigene ähnliche Erfahrungen. Die distanzierte Erzählweise lässt Willi und Lisa zwar in manchen Passagen etwas "unbeseelt" erscheinen, gibt aber auch Raum für eigene Vorstellungen über die Empfindungen der beiden frei. Die schraffierten, farbintensiven Bilder in Wachskreidentechnik wirken manchmal wie gewebt und zeichnen sich vor allem durch Plastizität aus. Die Illustratorin Alenka Sottler kreiert mitunter surreal anmutende Traumwelten und setzt Akzente durch ungewöhnliche, verfremdende Perspektiven. Empfehlenswert ab 5 Jahren.</marc:subfield>
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