Ich habe keinen Fogel!
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Ich habe keinen Fogel!
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| Verfasserangabe |
Futscher, Christian
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| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Wien
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| Jahr | |
| Umfang |
56 S.
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| ISBN10 |
3-85452-179-0
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| ISBN13 |
978-3-85452-179-2
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| Schlagwort | |
| Annotation |
Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Jutta Kleedorfer;
Annotation: Eine scheinbar ins Blaue hinein geschriebene Kindergeschichte mit schwermütigem Hintergrund.
Rezension: Am Anfang heißt es: Amelie ist ein sehr fantasievolles Mädchen, man versteht nicht immer gleich, was sie meint. Sie sitzt in der Badewanne und erzählt von einem blauen Affen, der ihr eines Tages zugeflogen ist, doch gleich darauf wird dieser zu einem Löwen, einem Hund, einem Kamel, einem gelben Nashorn, einem putzigen Elefanten, einem Gorilla, einem grünen Tiger und schließlich zu ihrem kleinen Kanarienvogel namens Rüdiger, der mit ihr im Wasser herumplantscht. Sie plaudert mit ihm über ihre verstorbene Omi, über die wunderlich sonderbaren Tiernamen von Gasthäusern oder wie sehr sie sich über ihre Mitschülerin Trixi ärgert. Diese behauptet nämlich, dass Amelie einen Fogel hat. Wenn man jedoch wie Amelie aus dem Land der Quatschköpfe und Lügenbolde kommt, dann wird eben munter drauflos erzählt. So erfährt man z.B. die Geschichte von der paradiesischen Insel Makatusch, wo liebevolle Vogeleltern Zeit zum Spielen, Singen und Miteinander-Schlafen haben oder vom armen Dreikäsehoch Daniel, der aus Wut seine tyrannischen Eltern verprügelt und sie mit einer Woche Fernsehverbot bestraft. Schließlich malen sich Amelie und Rüdiger aus, wie schön es einmal sein wird, selbst Kinder zu haben.
In dieser bunten Mischung aus zehn lose miteinander verknüpften Erzählsträngen verdichtet sich die triste Alltagswirklichkeit eines Volksschulkindes zu einem aktuellen Sittenbild. Und wenn Amelie aus ihrer Gefühls- und Gedankenwelt voll blühender Phantasie plaudert, tauchen plötzlich tiefgründige Wahrheiten auf, wenn sie z.B. über ihre Geschichten sagt: Das weniger Schöne ist wahr und das Schöne erfunden. Ausgesprochen schön sind die farbenfrohen Illustrationen, die den Wortwitz und die Sprachspielereien in kräftigen Collagen einfangen und viel zum besseren Textverständnis beitragen.
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Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Birgit Leitner;
Eine bunte Welt erfindet das kleine Mädchen Amelie und zaubert mit ihrem Kanarienvogel lustige und nachdenklich machende Fantasiegeschichten, die zum Weiterdenken einladen. (ab 8) (JE)
Amelie liebt ihre Traum- und Wortspielereien in der Badewanne mit dem blauen Affen, dem fliegenden Nashorn, dem gelben Vogel Rüdiger und dem getigerten Briefträger, der die Erinnerungen an die Omi und ihre lustigen Aufmunterungen mitbringt. Was davon erdacht und erlogen erscheint, was wahr ist, das gilt es in diesem farbenfrohen Buch zu entdecken. Ebenso wie die Bilder, die von Leonora Leitl mit viel Liebe zum Detail als farblich stimmige Collage gestaltet sind und zum Hinschauen einladen. Immer wieder bleibt einem das Lachen im Hals stecken, wenn dann doch die Trauer um die verstorbene Omi herauszulesen ist oder die Angst, wenn Papi über die besoffenen Schweine in Gasthäusern spricht oder wenn die Eltern von Rüdiger auf einer Insel nicht erreichbar sind. Mit viel Optimismus und Kreativität gelingt es dem Autor und der Illustratorin, den Lesenden Mut zu machen, sich auf die Abenteuer der beiden ungleichen Hauptdarsteller einzulassen, vielleicht auch mit dem Papierschiffchen dem Alltag zu entfliehen und dabei selbst ins Träumen zu kommen.
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Quelle: Pool Feuilleton;
Rechtschreibung ist in erster Linie ein unlogisches Herrschaftsprogramm, das Menschen in logischer Konsequenz in die Knie zwingt.
Christian Futscher und Leonora Leitl setzten daher mit ihrem Kinderbuch an jener Stelle ein, wo es den System-Erhaltern besonders weh tut: Mit einer alternativen Schreibweise von Fogel am Cover. Denn Kinderbücher werden immer zuerst von Erwachsenen begutachtet, ehe sie vor die Augen der vorgeblichen Zielgruppe treten dürfen.
Heldin des Abenteuers ist Amelie, die alles als aufregend empfindet, weil sich jeden Tag etwas Neues ergibt. Ihr Freund ist der Kanarienvogel Rüdiger, der geheime Kanäle zur Außenwelt der Erwachsenen und zum Jenseits offenhält.
So sitzt Amalie gerade in der Badewanne und lässt das Leben auf sich einplätschern, da bringt ihr Rüdiger einen Brief von der Oma. Das ist nur für Erwachsene ein wenig verwunderlich, denn Oma ist schon gestorben. Amalie freilich lässt sich von der Oma erzählen, wie es in fremden Gegenden ausschaut, und was man in der modernen Landwirtschaft alles tun kann. Etwa Schweine säen oder Kartoffeln melken oder auch nur das Märchen vom Rotkäppchen für die Werbewirtschaft neu erzählen.
Der Kanarienvogel seinerseits wechselt manchmal seine Erscheinungsform, indem er sich überdeutlich als fremdes Tier ausgibt. Seine Eltern haben ihn ziemlich frei erzogen, so dass es eigentlich nur logisch ist, dass er sich eines Tages selbständig gemacht hat.
Amalie ist noch nicht soweit. Ihre Eltern sind recht gewöhnlich aber immerhin nicht so pingelig wie jene vom Kollegen Daniel. "Diese nämlich brüllen wegen jedem Furz herum und der Vater stinkt nach Bier."
Nach so viel Korrespondenz mit der Weltlage ist es höchste Zeit, an die Zukunft zu denken. "Wie es einmal sein wird" nennt sich die Utopie, die Amalie so nebenher entwickelt. "Wenn Rüdiger und ich einmal groß sind, wird alles gut werden. Denn nach Regen kommt Sonnenschein, hat meine Omi oft gesagt. Sie hat nicht immer alles durcheinandergebracht. Rüdiger und ich - wir hauen einfach ab und suchen die Insel Makatusch."
Christian Futscher zeigt mit seiner Geschichte, dass man schon in der Auswahl der Phantasie recht sorgfältig sein muss, sollen daraus optimistische Pläne entstehen. Dazu gehört auch die Rebellion, indem man sich nicht nur einen Vogel halten, sondern diesen auch noch mit "F" schreiben muss. Wie auch immer diese Geschichte ausgeht, die Erwachsenen schauen dabei jedenfalls uralt aus.
Helmuth Schönuaer
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| BEMERKUNG |
Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
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| Übersetzung |
Deutsch
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| Trägermedium |
Band
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| Illustrationsangaben |
zahlr. Ill. (farb.)
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Erhältlich in folgenden Bibliotheken
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Öffentliche Gemeindebücherei Strass im Zillertal |
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