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      <marc:subfield code="a">Franz König - Unterwegs mit den Menschen</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Stimme der  Kirche Österreichs  Zweifellos war und ist es für die Kirche von Österreich ein großer Segen, dass Kardinal König - dank des hohen Alters, das er  erreichen konnte, und der Gesundheit, die ihm geschenkt war - auch als  Pensionist in der Öffentlichkeit stets präsent geblieben ist und gerade in jenen Jahren, als die Kirche unter den Folgen der Affäre Groer zu leiden hatte, als "die" Stimme des katholischen Österreichs wahrgenommen wurde.  Wie viel er zu sagen hat und wie gewichtig allein schon vom Umfang her das Pensum ist, das sich der mittlerweile 96-jährige Kirchenmann durch öffentliche Auftritte und Wortmeldungen aufgeladen hat, kann man an dem dreihundert Seiten dicken Buch  ablesen, in dem lediglich Vorträge, Ansprachen und Kommentare gesammelt sind,  die König in den letzten fünf Jahren gehalten hat.  Der Titel des von  Annemarie Fenzel und Reginald Földy herausgegebenen Buches ist programmatisch: "Unterwegs mit den Menschen". Die Welt des Menschen in ihren vielfältigen  Erscheinungen und der bedingungslose Einsatz für die Würde des Menschen sind charakteristische Größen für das Engagement Kardinal Königs. Europa, die  Demokratie und die Menschenrechte, Kultur, Medien, Medizin, Wirtschaft und nicht zuletzt natürlich auch die Frage nach der Religion, die zum Wesen des Menschen  gehört, zählen zu den Themen, mit denen sich der ehemalige Erzbischof von Wien  immer wieder beschäftigt.  Auch im Spektrum der kirchlichen Themen setzt Franz  König wegweisende Akzente. So, wenn er sich Gedanken zur Jahrtausenwende macht, die in vielfältiger Weise Anlaß zu einer Gewissenserforschung der Kirche gibt,  oder wenn er Überlegungen anstellt, wie die Anliegen des Zweiten Vatikanischen Konzils die Kirche auf dem Weg ins dritte Millenium geleiten und begleiten können. In einer Situation, da der von Atheismus und Indifferentismus, aber  zunehmend auch von religiösem Synkretismus angefochtene christliche Glaube zu einer Neupositionierung gezwungen ist und die Gottesfrage "wieder an unsere Tür  klopft", fragt König nach dem Wert und der Bedeutung von Religion und  Christentum in der Gesellschaft von morgen. Ein Bekenntnis zur Ökumene, zum  Dialog mit dem Judentum und den anderen großen Weltreligionen und zu einem bedingungslosen Einsatz für "Menschenwürde bis zuletzt" zählen für König ebenso zu den Grundpfeilern christlicher Selbstverständlichkeiten wie ein entschiedenes Eintreten gegen jede Form von Diskriminierung und Ausländerfeindlichkeit.  "Rassenhaß ist Christushaß", lautet eine lapidare Formulierung des  Alterzbischofs.  Besonders berührend sind die Worte, die Franz König beim Dankgottesdienst in St. Stephan am 24. September 2000 gesprochen hat: "Betet für  mich, der ich auf meiner letzten Wegstrecke bin, so wie auch ich es für euch  gerne tue."  Josef Dirnbeck  Juni 2002  *Sz*</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">320 S. : 16 Abb.</marc:subfield>
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