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      <marc:subfield code="a">Wenn die Spinne Spinnerin zu spinnen beginnt, kann Karl Lagerfeld einpacken! (ab 6) (JD)    Locker auf ihre acht Arme gestützt sieht man die Spinne mit großen, schwarzumrandeten Augen lüstern nach Opfern Ausschau halten. Und doch hat man von Beginn an das Gefühl, dass es in dieser Bilderbuchgeschichte nicht um die reine Lust am Verzehr hilfloser Insekten gehen wird - Thekla hin oder her. Denn die österreichische Autorin Adelheid Dahimène ist bekannt dafür, die Sprache beim Wort zu nehmen, und so erlangt auch hier das scheinbar Vordergründige humoristisch aufgeladene Bedeutung: Es wird gesponnen. Menschen brauchen dazu ein paar lockere Schrauben, Spinnen jedoch ist diese Fähigkeit angeboren: "Wenn eine Spinne spinnt, kommen dabei feine Netze heraus." Wieso also sollte sich eine Spinne nicht anstatt an diesen Netzen auch einmal an einem Schal versuchen? Was als Ablenkungsmanöver begann, erreicht rasch Kultstatus: Sonder Zahl lümmelt man (respektive frau) in der Nähe der Spinne Spinnerin herum, die neuestens "auf Figur" spinnt - sagt man. Die Freude der Damen "kennt keine Fadengrenze mehr". Und wer jemals der Meinung war, in den üppigen weiblichen Formen der Alten Meister eine ganz spezifische Erotik zu finden, der hat noch nicht Heide Stöllingers Nacktschnecken gesehen! Wer sich also im - selbstgesponnenen oder nicht selbstgesponnenen - Hängenetz wiegen und miterleben will, wie Text- und Bildkunst eine gläserne Spur durchs Bücherherz ziehen, ist hier richtig. Zu empfehlen ab 6 Jahren.  *bn* Heidi Lexe</marc:subfield>
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