<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<marc:record xmlns:marc="http://www.loc.gov/MARC21/slim">
   <marc:leader>00000nam a2200000 a 4500</marc:leader>
   <marc:datafield ind1="1" ind2=" " tag="100">
      <marc:subfield code="a">Neuner, Joseph</marc:subfield>
      <marc:subfield code="4">aut</marc:subfield>
      <marc:subfield code="e">Verfasser/-in</marc:subfield>
   </marc:datafield>
   <marc:datafield ind1="0" ind2="0" tag="245">
      <marc:subfield code="a">Der indische Joseph</marc:subfield>
   </marc:datafield>
   <marc:datafield ind1="0" ind2="0" tag="245">
      <marc:subfield code="b">Erinnerungen aus meinem Leben</marc:subfield>
   </marc:datafield>
   <marc:datafield ind1="0" ind2="0" tag="245">
      <marc:subfield code="c">Joseph Neuner</marc:subfield>
   </marc:datafield>
   <marc:datafield ind1=" " ind2="1" tag="264">
      <marc:subfield code="a">Feldkirch</marc:subfield>
      <marc:subfield code="b">Die Quelle</marc:subfield>
      <marc:subfield code="c">2005</marc:subfield>
   </marc:datafield>
   <marc:datafield ind1="1" ind2=" " tag="520">
      <marc:subfield code="a">Älteren FernkursteilnehmerInnen könnte der "indische Joseph" bei einer Studienwoche des Fernkurses als engagierter und überzeugender Vortragender in Dogmatik begegnet sein. Einer größeren Zahl ist er zu Ende der Sechziger-Jahre des vergangenen Jahrhunderts auch insofern bekannt geworden, als er für das erste Dogmatik-Skriptum nach dem Konzil das Kapitel Mariologie verfasst hat. Seine Mitarbeit in den Theologischen Kursen erwähnt P. Neuner im vorliegenden Lebensrückblick S. 111. Noch eine Erinnerung darf nicht unerwähnt bleiben: Wohl jedem Theologiestudierenden ist das Buch "Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung" begegnet. Es war eine Nebenfrucht des Theologiestudiums der beiden jungen Jesuiten Josef Neuner und Heinrich Roos; sie wollten die wichtigsten kirchlichen Lehrdokumente auch in deutscher Sprache einem größeren Kreis von Interessierten zugänglich zu machen. Im "Neuner-Roos" (abgekürzt NR) begegnet uns somit ein Jugendwerk des "indischen Joseph".  Die vorliegenden Lebenserinnerungen erschienen 2003 in englischer Sprache unter dem Titel "Memories of my life", herausgegeben vom indischen Jesuitenprovinzialat. Josef Neuner wurde 1908 in Feldkirch geboren. Nach seinem Eintritt in die Gesellschaft Jesu studierte er an den ordenseigenen Lehranstalten: Philosophie in Pullach (bei München), Theologie in Valkenburg (Holland). Nach seiner Priesterweihe 1936 in München (übrigens gemeinsam mit Hans Urs von Balthasar, damals noch SJ) schickte die Ordensleitung P. Neuner bald nach Indien: Der süddeutschen Jesuitenprovinz war die Pune-Mission anvertraut, dort sollte auch ein zweites Theologiestudium errichtet werden. Da die beiden vorgesehenen Patres sich als nicht tropentauglich erwiesen, sollte P. Neuner diese Aufgabe wahrnehmen. Und diese Bestimmung machte ihn für die restlichen Jahre seines Lebens zum "indischen Joseph", das De Nobili College in Pune wurde sein "Schicksal".   Aus den Details des weiteren Weges möchte ich besonders die für P. Neuner prägende Erfahrung des 2. Vatikanischen Konzils hervorheben. Als Peritus war er in das Werden einiger Dokumente intensiv eingebunden. Vor allem arbeitete er mit an der Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen ("Nostra aetate") und am Dekret über die Missionen ("Ad gentes"). Eindrucksvoll kann man an Hand der Lebensbeschreibung auch den Prozess der Inkulturation der katholischen Kirche und ihrer Verkündigung in Indien mitvollziehen: Der Theologieunterricht in Indien vollzog sich in den Anfängen in lateinischer Sprache, bestimmt durch die europäisch geprägte neuscholastische Methodik und Denkweise. Um das Anliegen P. Neuners, "die Verbindung unseres Glaubens mit den spirituellen Traditionen Indiens" (S. 89) zu gewährleisten, bedurfte es einen langen Weges. Mit Interesse liest man auch über die freundschaftlichen Verbindungen des "indischen Joseph" mit Mutter Teresa von Kalkutta.   Vieles wird lebendig, wenn man diesen Lebensrückblick liest. Wir können den Wandel der Perspektiven durch das 2. Vatikanische Konzil miterleben, wir erahnen etwas von der schwierigen, aber notwendigen Verwurzelung der christlichen Botschaft in den ehrwürdigen Kulturen Asiens, wir sehen Ansätze für den interreligiösen Dialog. Ein Buch, das zurückschaut und zugleich Perspektiven für die Zukunft eröffnet.  *Theologische Kurse* Josef Weismayer</marc:subfield>
   </marc:datafield>
   <marc:datafield ind1=" " ind2=" " tag="020">
      <marc:subfield code="a">9783852410081</marc:subfield>
      <marc:subfield code="9">9783852410081</marc:subfield>
   </marc:datafield>
   <marc:datafield ind1=" " ind2=" " tag="041">
      <marc:subfield code="a">ger</marc:subfield>
   </marc:datafield>
   <marc:datafield ind1=" " ind2=" " tag="300">
      <marc:subfield code="a">143 S. : Ill.</marc:subfield>
   </marc:datafield>
</marc:record>
