Muj und der Herzerlfresser von Kindberg

Bezeichnung Wert
Titel
Muj und der Herzerlfresser von Kindberg
Untertitel
ein Südbahn-Krimi
Verfasserangabe
Wagner, Christoph
Medienart
Sprache
Person
Auflage
Orig.-Ausg.
Verlag
Ort
Innsbruck
Jahr
Umfang
191 S.
ISBN10
3-85218-826-1
ISBN13
978-3-85218-826-3
Schlagwort
Annotation
Gleich nach der letzten Seite hatte ich mich auf den nächsten Band gefreut - und jetzt wird es ein Nachruf... (DR) Bezirksinspektor Muj kann nichts erschüttern, solange es genügend Flecksuppe und jede Menge Tonmaterial von der "göttlichen Anna" gibt. Und so hätte es ruhig auch bis zu seiner Pensionierung bleiben können. Doch dann stößt Taxifahrer "Prinz Eisenherz" - ein legendäres Faschingsfest war schuld - auf eine herzlose Leiche, deren Brustkorb fachgerecht geöffnet wurde. Hat jemand die alte Sage vom Herzerlfresser vom Kindberg wieder aufleben lassen? Oder fiel der Ermordete einem Kult von Satanisten zum Opfer, die in dem idyllischen Kindberg ihre Riten abhalten sollen? Autor und Gastrosoph Christoph Wagner hat nach seinen Carozzi-Romanen einen neuen (Anti-)Helden ins Leben gerufen, der nicht nur über eine legendäre Körperfülle, sondern auch über jede Menge Marotten verfügt. So ist es ihm bislang gelungen, seine Dienstjahre erfolgreich zu absolvieren, ohne im Besitz eines Führerscheins zu sein. Trophäen seiner erfolgreich abgeschlossenen Fälle bewahrt er in Gurkengläsern auf, die täglich liebevoll abgestaubt werden. Familie hat Muj auch, allerdings ist seine italienischstämmige Frau Laura die meiste Zeit bei der demenzkranken Mutter in Mestre und die studierende Tochter Camilla lebt auch nicht mehr zu Hause. Dafür hat Muj die Unterstützung diverser Szene-Originale aus Kindberg, allen voran Taxler Prinz Eisenherz und Panther, seines Zeichens Wirt des hiesigen Bahnhofbeisls mit Sozialarbeiter-Qualitäten. Und dann gibt es noch Max Tanenblatt, der nach etlichen Dienstjahren bei der Wiener Kripo von seiner Frau zu einer streng jüdischen Lebensweise überredet wird. Ein Undercover-Polizist mit Schläfenlocken und Kaftan? Auf der Südbahnstrecke funktioniert's... Diese kunterbunte Mischung aus zum Teil verschrobenen, aber allesamt interessanten Typen macht auch die Faszination des Krimis aus. Ich jedenfalls hätte noch gerne viele Male Muj bei seinen Ermittlungen begleitet, doch sein Schöpfer Christoph Wagner, bei uns vor allem als Gourmetkritiker und Autor von Kochbüchern bekannt geworden, ist im Juni 2010 verstorben. Seine Genre-Kollegin Eva Rossmann sagte einmal über seine Krimis: "Er war einer der wenigen noch humanistisch gebildeten Menschen, man spürte das in den Büchern, aber er ließ es nie heraushängen wie manche andere, die irgendwo einmal ein griechisches Zitat gelesen haben und literarisch davon leben." Herausragend auch sein erfrischender Sinn für Humor, den man in seinen Krimis immer wieder zu spüren bekommt. Christoph Wagners letzter Krimi ist wie die beiden anderen sehr zu empfehlen. *bn* Anita Ruckerbauer
BEMERKUNG
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Übersetzung
Deutsch
Trägermedium
Band