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      <marc:subfield code="a">Zeitreise durch die österreichische Provinz.  Die Salzburger Literaturvermittlerin Brita Steinwendtner ist unter die Schreibenden gegangen. Das Ergebnis ist ein Stück kritische Heimatliteratur: Hinter der schönen Fassade lauern die Schrecken der Geschichte. Die österreichische Provinz erweist sich als ein Schauplatz von Gewalt und Unterdrückung, aber auch von Widerstand und Selbstbehauptung. Freilich, die Erinnerung daran wird tunlichst verdrängt. Seit den sechziger Jahren sind österreichische Autoren angetreten, um gegen dieses kollektive Vergessen und Totschweigen anzuschreiben. Steinwendtner reiht sich füglich in eine beachtliche Tradition ein, wenn sie der "roten Spur durch die Jahrhunderte" nachgeht. Ihre Belesenheit gereicht ihr indessen nicht immer zum Segen. Die literarischen Vorbilder schauen ihr mitunter allzu unverkennbar über die Schulter: Von Handkes "Wunschlosem Unglück" bis zu Marie-Thérèse Kerschbaumers "Der weibliche Name des Widerstands" sind Anklänge nicht zu überhören. Das Buch besteht aus locker aneinander gereihten Geschichten, deren Figuren durch ihre Lebensläufe auf oft überraschende Weise miteinander verbunden sind. Trotz der stilistischen Uneinheitlichkeit zeugt der Text von sprachlichem Feingefühl, und sein aufklärerischer Impetus verdient Respekt. - Lesenswert. *bn* Renate Langer</marc:subfield>
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