Das Sonntagskind
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Das Sonntagskind
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| Untertitel |
Märchen und Sagen aus Österreich ; eine Auswahl des Instituts für Jugendliteratur
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| Verfasserangabe |
Michael Köhlmeier. Mit Ill. von Monika Maslowska
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| Medienart | |
| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Innsbruck
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| Jahr | |
| Umfang |
147 S. : Ill.
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| ISBN10 |
3-85197-676-2
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| ISBN13 |
978-3-85197-676-2
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| Annotation |
Annotation: Diese Jugendausgabe des bereits 2011 erschienenen gleichnamigen Sammelbandes versammelt 16 ausgewählte Sagen und Märchen aus Österreich, die Köhlmeier in seinem bekannten mündlichen Erzählton präsentiert. Rezension: "Ich bin kein Archivar, ich bin ein Erzähler", sagte Michael Köhlmeier in einem Interview anlässlich des Erscheinens seiner Märchen und Sagen aus Österreich. Und als solcher ist er tatsächlich seit Jahren bekannt. Der Vorarlberger Autor hat uns Mythen oder Shakespeare erzählend näher gebracht. Eigen ist all diesen Texten, dass er die orale Erzähltradition in ihnen wieder aufleben lässt und sprachlich den Bogen von einst nach heute spannt. Er reduziert seine Märchen und Sagen zumeist sprachlich, ganz der Konzeption der einfachen Form folgend. Die Geschichten aber wachsen mitunter über ihre Vorläufer hinaus und machen Motive oft klarer kenntlich. Meist geht es in ihnen um Armut, Eifersucht, Neid und Hinterlist. So erzählt er von einem Sonntagskind aus dem Burgenland, das von einer alten Frau ein Holzstück bekommt, durch das es angeblich die Wahrheit erkennen kann. Erst als der Todesengel ihn holen will, erfährt der nun alte Mann, dass er getäuscht wurde und sein ganzes Leben auf Betrug basiert. Der trickreiche Dr. Faust wird von einer einfachen Kellnerin und ihrem Freund getäuscht und ein Vater verliert trotz aufopfernder Pflege sowohl Frau als auch Kind. In der letzten Geschichte des Sammelbandes wird von einem unschuldigen Mädchen erzählt, das vom Teufel gegen ein Glas Wasser eine Freilüge versprochen bekommt, denn die erste Lüge ist die Schlimmste. Aber der Teufel hat leider auch gelogen. Köhlmeier bleibt nicht immer vage bei der historischen oder lokalen Verortung. Er gibt manchen Geschichten Raum und Zeit und schafft es doch, sie erzählend ins Heute zu holen. Die Figuren erfahren bei Köhlmeier eine klarere psychologische Ausdeutung und das gelingt ihm oft in einem Satz. Die vorliegende Jugendausgabe ist eine Auswahl von 16 Märchen aus der schon 2011 erschienenen gleichnamigen Sammlung, die lediglich inhaltlich reduziert wurde. Bereichert wurde der Band mit schematischen Schwarz-Weiß-Illustrationen von Monika Maslowska. *ag* Nico Kalteis Die hier versammelten Märchen und Sagen aus allen Bundesländern berichten von Herrschern und Unterdrückten, von Lug und Trug, Reich und Arm, Tod und Teufel. Michael Köhlmeier, der es wie kaum ein anderer versteht, mündliche Erzähltraditionen in schriftlicher Form aufleben zu lassen, gelingt mit dieser Jugendausgabe eine überzeugende und oft überraschende Neudeutung altbekannter Stoffe. Folder ÖKJB-Preis 2013
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