Willy Puchners Tierleben
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| Titel |
Willy Puchners Tierleben
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| Verfasserangabe |
Willy Puchner. Essay von Christoph Ransmayr
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| Person | |
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| Ort |
Wien
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159 S.
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| ISBN13 |
978-3-85033-200-2
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| Annotation |
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Reinhard Ehgartner; #Vom Leben der Tiere und ihrer Menschen - ein Bildband der besonderen Art. (KB)##Vor 140 Jahren erschien erstmals "Brehms Thierleben" und setzte in der Darstellung und grafischen Aufbereitung neue und für lange Zeit gültige enzyklopädische und zoologische Maßstäbe. Ab 1967 trat die 13-bändige Ausgabe von "Grzimeks Tierleben" in die Fußstapfen seines Vorgängerwerkes und ließ die Fülle neuer Erkenntnisse in über 8000 Tierdarstellungen einfließen. 2008 schließlich kommt "Willy Puchners Tierleben" heraus und bringt, was schon so schön geordnet schien, wieder kräftig durcheinander.##Die Perspektive bestimmt den Blick##Puchner räumt auf mit Kants Erkenntnislehre - nein, es gibt kein Tier an sich. Es gibt nur viele Tierleben und wir, die Menschen, schreiben ihnen ganz unterschiedliche Bedeutungen und Funktionen zu. Und so erscheinen sie in beeindruckenden Bildern vor uns: Gestreichelt und geschlachtet, verhätschelt und verpackt, hoch verehrt und tiefgefroren zeigen sie uns ein Stück von ihrem Wesen oder das, was davon noch übrig geblieben ist.#Immer wieder überraschen uns die Fotos mit veränderten Perspektiven, Ausdrucksformen, Lebensräumen, Stimmungen. Dem Blick auf die Herde folgt das überdimensionierte Detail, der romantischen Naturlandschaft die technisierte Nutztierhaltung, der faszinierend exotischen Atmosphäre die Motive des Todes.#Willy Puchner will nicht verklären oder schockieren und schon gar nicht predigen, sondern zeigen; und er macht dies in seiner fotografischen Eloquenz und Verdichtung überaus beeindruckend. Diesem Zugang entsprechen auch die von ihm und Christoph Ransmayr verfassten Texte, die so wie die Kamera bisweilen nahe an die Tiere herangehen und die Widersprüchlichkeiten und Faszinationen des Menschen zum Ausdruck bringen. Wunderschön formuliert z.B. an dieser Stelle:#"Am glücklichsten aber war er, wenn er einem Tier für Sekunden in die Augen blickte, wenn er sich mit ihm auf außergewöhnliche Art und Weise verbunden fühlte, keine Worte dafür fand und es augenblicklich ganz still wurde. Kein Laut. Keine Bewegung. Nur Verbeugung."#118 großformatige Bilder versammelt dieser Band. Und am Schluß einen selbstironischen Verweis auf zwei Pinguine, die wir von irgendwoher bereits kennen.
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