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      <marc:subfield code="a">Anna Ehrlich ist Historikerin, die auch Stadtführungen zu speziellen Themen Wiens macht. Diese Tätigkeit kommt ihr beim Schreiben ihrer Bücher eindeutig sehr zugute, denn sie weiß dadurch, wie man interessant, informativ und abwechslungsreich schildert. Hat sie auf diese Weise schon Medizingeschichte und Josephine Mutzenbacher dem Leser nahegebracht, tut sie es diesmal mit der Religionsgeschichte Österreichs.  Der Band ist natürlich für ein breiteres Publikum gedacht, das heißt aber nicht, dass es nicht durchaus fundiert wäre. Angefangen von der Urzeit und den spärlichen Relikten religiösen Lebens auf dem Boden des späteren Österreich bis zur Gegenwart ist alles Wichtige zum Thema vertreten. Naturgemäß nimmt die Katholische Kirche den weitaus größten Raum bei der Darstellung ein, dennoch sind auch die anderen Glaubensbekenntnisse in angemessener Weise beschrieben. Selbst sogenannte Sekten und kleine Glaubensgemeinschaften wie die Zeugen Jehovas finden ihren Platz im Buch.   Anna Ehrlich ist es beim Schreiben des Bandes offensichtlich ein großes Anliegen gewesen, einen neutralen und ausgewogenen Standpunkt einzunehmen. Sie stellt auch gleich zu Beginn klar, wie wichtig es ist, dass wir heute in einem Land leben, in dem jedermann die freie Ausübung seines Glaubens garantiert ist - ein Umstand der ja leider nicht immer so war. Die Verfolgungen bestimmter Gruppierungen in der Vergangenheit werden unvoreingenommen dargestellt.   Ein sehr empfehlenswertes Buch, durch zahlreiches Bildmaterial aufgelockert, gut und kompetent geschrieben. Für alle Büchereien gut geeignet.   *Bücherschau* Peter Prochazka</marc:subfield>
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