Öffentliche Bücherei Wieselburg

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Nur die Liebe fehlt

Bezeichnung Wert
Titel
Nur die Liebe fehlt
Untertitel
von Depressionen nach der Geburt und Müttern, die ihr Glück erst finden mussten
Medienart
Person
Verlag
Jahr
ISBN13
978-3-8436-0698-1
Schlagwort
Annotation
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Aloisia Altmanninger; Ein psychologischer Ratgeber über Verlauf und Behandlung der immer noch tabuisierten Depressionen bei jungen Müttern. (PP) Gar nicht selten erleiden frischgebackene Mütter eine postpartale Depression, eine handfeste Erkrankung, die über den bekannten Babyblues hinausgeht. Vier Frauen erzählen, wie sie trotz der Geburt ihres Wunschkindes mit ihrer Mutterrolle nicht zurechtkamen und keine Beziehung zum Kind verspürten. Ihre eindringlichen Schilderungen lassen das große Leid erkennen, die Mütter waren zuletzt nicht mehr in der Lage, für ihr Kind und sich selbst zu sorgen. Ein vernachlässigter Haushalt und mangelnde Körperpflege bis hin zu Misshandlungen des Babys oder Selbstmordversuche zwingen letztendlich Betroffene, sich einer Behandlung zu unterziehen. Warum die Liebe und das Glück von manchen Müttern erst mühsam gelernt werden müssen, bleibt verborgen. Die Überforderung wird nicht gesellschaftskritisch hinterfragt, sondern nur individuell, sei es aus einem Perfektionsstreben und unrealistischen Vorstellungen heraus oder durch eine zusätzliche Krankheit. Die Stärke des Buches ist die intensive vorurteilslose Annäherung an das erlebte Leid der Mütter und deren gelungene therapeutische Aufarbeitung. Die sachkompetente Autorin Petra Wiegers ist auch Filmemacherin und hat eine Dokumentation über das Thema gedreht. Die Psychologin Susanne Simen fasst jeden Fall zusammen und erläutert die therapeutischen Hilfsangebote. Der Ratgeber ist detailreich und überaus flüssig erzählt und kann allen Bibliotheken empfohlen werden.