Auf leisen Sohlen durch die Nacht

Bezeichnung Wert
Titel
Auf leisen Sohlen durch die Nacht
Verfasserangabe
Dorléans, Marie
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
Hildesheim
Jahr
Umfang
[17] Bl.
ISBN10
3-8369-6037-0
ISBN13
978-3-8369-6037-3
Annotation
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Sandra Brugger; Ein poetisches Nacht-Bilder-Buch. (ab 4) (JE) Eines Nachts weckt die Mutter ihre beiden Kinder, denn sie haben eine Verabredung. Gemeinsam bricht die vierköpfige Familie zu Fuß auf und wandert durch das heimatliche Dorf, durch Wald und Wiesen, den Berg hinauf, dem Sonnenaufgang entgegen. Die Autorin setzt nicht auf große Erzählungen, vielmehr steht die atmosphärische Wirkung im Mittelpunkt. Das große Format, die doppelseitige Konzeption und der kurze und zurückhaltend platzierte Text geben den Illustrationen den nötigen Raum, um die nächtliche Stimmung zu vermitteln. Ein dunkelblauer Grundton beherrscht das Bilderbuch, gekonnt inszeniert die Autorin darin die hellen Kontraste: das nachts hell erleuchtete Hotel, der gezielte Schein der Taschenlampe, der strahlende Zug und schlussendlich der Sonnenaufgang. Die formatfüllenden Illustrationen harmonieren mit den kurzen Texten. Die Sprache ist reich an Adjektiven und Metaphern, wodurch die Autorin zusätzlich eine atmosphärische Wirkung schafft: das feuchte Moos, die dürren Zweige im Wald, das sanfte Rascheln der Blätter. Die Wortwahl ist anspruchsvoll - so schreibt sie von sich wiegenden Farnwedeln, vom Schauspiel. Ein entschleunigtes Lesevergnügen für Nachteulen ab 4 Jahren. ---- Quelle: LHW.Lesen.Hören.Wissen (http://www.provinz.bz.it/kulturabteilung/bibliotheken/320.asp); Autor: Martina Koler; Selten wurde der tiefblauen Nacht so viel Raum im Bilderbuch geschenkt wie in dem hier vorliegenden großformatigen Buch der französischen Künstlerin Marie Dorléans. Zwei im dunklen Zimmer schlafende Kinder werden von der Mutter geweckt, ein schmaler Lichtstrahl fällt durch die geöffnete Tür. Sie ziehen sich unter dem sanften Schein der Nachttischlampen an. Dann begibt sich die Familie - Mutter, Sohn, Tochter, Vater - auch schon auf den Weg hinaus in die Dunkelheit. Sie haben eine Verabredung, gehen zielstrebig ihren Weg, nehmen sich aber dennoch Zeit, die Geräusche, Gerüche und wenigen Lichter der Nacht wahrzunehmen. Wir dürfen sie auf Schritt und Tritt begleiten, werden Zeugen dieses wunderbaren, geheimnisvollen Spaziergangs. Langsam und auf leisen Sohlen wandern wir mit ihnen aus der Stadt hinaus, vorbei an Häusern, deren Bewohner bereits schlafen, staunen aber auch über das wie ein Kronleuchter strahlende Hotel. Spazieren weiter, sehen die am Boden liegenden Kühe, vermeinen auch den Gesang der Heuschrecken zu vernehmen und das Rattern des Zuges, spüren und riechen die kühle Frische der Natur. Wir genießen die Stille, die Ruhe der Nacht, folgen dem Schein der Taschenlampe, die den Weg durch den dunklen Wald weist. Das sich im See spiegelnde Mondlicht verleitet den Jungen zu einem Schattenspiel und der leuchtende Sternenhimmel lädt die Familie zum Innehalten ein. Dann aber geht es rasch weiter, der Weg wird steiler und steinig, bald ist das Ziel erreicht. Die Verabredung hält Wort, die Familie auch. Gemeinsam mit einem Mäusepärchen, einem Vogel, einer Eidechse und uns begeisterten Betrachtern wartet sie auf den anbrechenden Tag. Die übergroßen Bilder fangen die nächtliche Atmosphäre bestens ein, spiegeln die Dunkelheit, die wenigen Lichtquellen und lassen noch ausreichend Platz für eigene Beobachtungen, Gedanken und Empfindungen. In Verbindung mit dem kurzen, poetischen Text sprechen sie alle Sinne an und geben so ein äußerst facettenreiches Bild der Nacht ab.
BEMERKUNG
Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
Übersetzung
Deutsch
Trägermedium
Band
Illustrationsangaben
überw. Ill. (farb.)
Antolin Antolin