Der König und das Meer
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Der König und das Meer
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| Untertitel |
21 Kürzestgeschichten
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| Verfasserangabe |
Heinz Janisch. Wolf Erlbruch
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| Medienart | |
| Sprache | |
| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
München
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| Jahr | |
| Umfang |
[24] Bl.
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| ISBN13 |
978-3-8363-0118-3
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| Annotation |
Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/); #Autor: Christina Rademacher; #Annotation: Wenige Worte und sparsame Illustrationen ergeben ein großartiges Bilderbuch über die Grenzen von Macht.##Rezension: Um über Großes zu sprechen, muss man keine großen Worte machen. "21 Kürzestgeschichten" heißt es mit wohl bewusst gewählter falscher Bescheidenheit im Untertitel dieses Bilderbuches. Denn Heinz Janisch stößt in den Geschichten mit wenigen Sätzen Türen auf, hinter denen sich ganze Gedankenwelten öffnen. Wie viel Macht hat der Mensch? Was passiert, wenn unterschiedliche Machtansprüche aufeinandertreffen? Wie kann der Konflikt ins Positive gewendet werden?#Was nach schwer verdaulicher philosophischer Kost klingt, kommt hier so leicht daher, dass es staunen lässt. Verbindende Figur der Geschichten, die zusammen mit der Illustration jeweils eine Doppelseite einnehmen, ist der König, der immer wieder an Grenzen stößt. Ob es nun die Müdigkeit ist, das Meer oder eine Biene: Stets macht der König die Erfahrung, dass etwas oder jemand stärker ist als er. Doch sobald er von seinem Machtanspruch ablässt, sich auf die neue Erfahrung einlässt und bereit ist, etwas dazuzulernen, wird aus der vermeintlichen Niederlage eine Bereicherung.#Wie die Texte beschränkt sich auch Wolf Erlbruch in seinen Collagen auf das Wesentliche. Sein König hat eine rote Nase, rote Ohren und rote Backen, trägt seinen großen runden, stets im Profil gezeigten Kopf auf einem untersetzten Körper und gleicht daher trotz der Krone eher einem Kind oder einem Clown.#Es grenzt ans Wunderbare, wie Erlbruch den Gesichtsausdruck des Königs variiert, nur indem er die roten und blauen Bögen, die Mund und Auge darstellen, unterschiedlich stark krümmt: Die Palette reicht von nachdenklich über hochmütig, zufrieden und genießerisch bis hin zu missmutig. Und wenn der König wütend wird, weil der Hund seinen Befehlen nicht Folge leistet, leuchtet sein Kopf knallrot, der Mund ist ein schwarzes Loch, und das Auge ist kugelrund aufgerissen. ""Hierher! Halt! An die Leine!", rief der König. Dann rannte er dem Hund nach."## ---- #Quelle: STUBE (http://www.stube.at/); #Sitz! Platz! Komm! brüllt der kleine König, doch sowohl der Hund, als auch der Bleistift, die Trompete, die Biene, der Schatten, die Wolken und der Geist zeigen sich ein wenig widerständig. Und das, obwohl der kleine König eine Krone trägt. Aus der Reduktion von Text und Bild heraus jedoch entwickelt sich das Staunen: Das Weiß, auf das die collagierten Figuren gesetzt werden, schafft den gedanklichen Freiraum, sodass dem kleinen König nach und nach Überraschungsmomente zuteilwerden. Schon gut, ich habe verstanden, stellt er am Ende fest und springt mit lautem Lachen ins Blau des Meeres. Die Krone bleibt am Strand liegen.#*STUBE*##-Lektorix-#Die Geschichte des Bleistifts wurde bereits geschrieben. Dementsprechend kann dieser Bleistift sich mit einem schlichten Schon geschehen aus der literarischen Affäre ziehen. Und das, obwohl der König sich redlich bemüht hat: Sag etwas! Irgendwas! HUCH oder HEPP oder KARAWANKEN! Der Bleistift jedoch legte sich schlafen. Doch nicht nur der Bleistift, auch die Trompete, die Biene, der Schatten, die Wolken und der Geist zeigen sich dem König gegenüber ein wenig widerständig.##Ich bin der König, versucht der König gleich zu Beginn klarzustellen. Doch seine in sprachlich verhaltenen Miniaturen festgehaltenen Begegnungen zeigen, dass auch derjenige, der die Krone trägt, sich schlichten Wahrheiten stellen muss. Deine Krone wird rosten. Und du auch, antwortet ihm zum Beispiel der Regen weitgehend unbeeindruckt von der Aufforderung des Königs aufzuhören. Schlichte Wahrheiten zu begreifen eröffnet jedoch die Möglichkeit, neue Wege zu gehen und Unbekanntes zu erproben. Und so wird der aus naturfarbenen Papieren collagierte und mit wenigen markanten Ölkreidestrichen charakterisierte König auf den Kopf gestellt, von Müdigkeit beseelt und vom Glitzern einer Schneedecke in Staunen versetzt. Mit Heinz Janisch und Wolf Erlbruch arbeiten zwei Künstler erstmals zusammen, die ihre Texte und Bilder aus der Kraft der Reduktion heraus entwickeln. Die Begegnungen werden in ihrer Schlichtheit mit jedem Umblättern neu variiert und ermöglichen es, sich an der Seite des Königs durch den Bilderbuchraum zu bewegen und die so simpel erscheinenden und doch so essentiellen Erfahrungen mitzuerleben und nachzuempfinden. Der Weißraum der Bilder, in dem Wolf Erlbruch sparsam seine Figuren platziert, schafft dafür den gedanklichen Freiraum; der stilistische Kontrast wiederum, mit dem Erlbruch eine Baumkrone, eine Blume, einen aus seiner Papiervorlage ausbrechenden Vogel ins Bild setzt, weist zurück auf die Überraschungsmomente, die Heinz Janisch seinem König zuteil werden lässt. Das Gesicht in den Regen zu halten, die Wolken ziehen zu lassen, den leuchtenden Stern zurückzuholen, dem Rauschen des Windes in den Blättern zuzuhören: Dies alles scheint ganz und gar aus den üblichen Mustern im Handeln des Königs herauszufallen und darf beim Lesen entdeckt und aufgesammelt werden. Schon gut! Ich habe verstanden, stellt der König am Ende fest und springt mit lautem Lachen ins Blau des Meeres. Seine Krone jedoch bleibt am Strand liegen.#*STUBE* Heidi Lexe## ---- #Quelle: Unsere Kinder (http://www.unserekinder.at/); #Autor: Gabi Herland; #Heinz Janisch und Wolf Erlbruch präsentieren in diesem Bilderbuch 21 Kürzestgeschichten. Schon nach der ersten dieser Kürzestgeschichten, die den Titel des Buches trägt, wissen Leserin und Leser, dass der Ausdruck trügt. Das sind 21 Nachdenk-, Verweil-, Träum- und Philosophiergeschichten, von einer Kraft, die den Atem raubt. Das sind Geschichten voller Leichtigkeit und Schwere, die uns staunen, schmunzeln, nicken und innehalten lassen.#Getragen vom Grundgedanken - dem Verhältnis zwischen weltlicher Macht und göttlicher Schöpfung - lassen diese Geschichten Bilder im Kopf entstehen, die uns nicht mehr loslassen, die unser Innerstes berühren und uns süchtig machen nach der nächsten Idee, dem nächsten Bild.#So wie es dem König die Sprache verschlägt im Angesicht des rauschenden Meeres, der sonnenhungrigen Katze oder dem Teppich, den er sich ganz anders vorgestellt hat, bleiben auch wir für kurze Zeit sprachlos. Dann aber sprudeln die Worte hervor, ziehen Vergleiche, beziehen die Aussagen auf das eigene Leben und Erleben.#Diese Geschichten sind von einer so hohen erzählerischen Qualität, dass sie nur Häppchenweise genossen und auch Kindern nur so angeboten werden sollten.#Ein besonderes Bilderbuch für Philosophen und Philosophinnen aller Altersstufen.
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