Die verrückte Welt der Zahlen
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Die verrückte Welt der Zahlen
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| Untertitel |
So spannend kann Mathe sein!
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| Verfasserangabe |
Johnny Ball
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| Medienart | |
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| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
München
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| Umfang |
96 S.
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| ISBN13 |
978-3-8310-0807-0
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| Schlagwort | |
| Annotation |
Annotation: Ein Buch über die Welt der Zahlen und ihre Bedeutung im Alltag (ab 10) Rezension: Stellen Sie sich eine Familie vor. Der Vater ist Ingenieur, die Mutter Journalistin, das Kind kommt demnächst in die Schule. Diese drei haben zu Zahlen ein ganz unterschiedliches Verhältnis: Der Vater hat immer gern gerechnet und muss nun täglich seinen Computer so programmieren, dass der etwas Sinnvolles rechnet. Die Mutter hat sich, was Mathematik angeht, bis zum Schulabschluss und darüber hinaus durchgeschummelt. Der Sohn zählt leidenschaftlich gern alles, was ihn umgibt, und ist als großer Fan öffentlicher Fahrzeuge schon bei dreistelligen Zahlen (regionale Autobuslinien) angekommen. Stellen Sie sich weiterhin vor, diese drei würden ihre mehr oder minder lückenhaften Kenntnisse über die Welt der Zahlen ergänzen wollen. Dem Sohn gelänge das vielleicht ganz gut mit Lieschen Müllers Hilfe. Lieschen ist Heldin einer um Zahlen konstruierten Geschichte von Jens Sparschuh. Ausgangspunkt ist ein Streit zwischen der Volksschülerin und ihrer besten Freundin: Ist 7 wirklich eine Unglückszahl? Sieben Tage und sieben Kapitel lang versucht Lieschen, diese Frage zu beantworten, und achtet dabei genau auf alle Zahlen, die ihr täglich begegnen. Beim (Vor-)Lesen kann man mitzählen und -rechnen. Ihre Spannung bezieht die Erzählung aus der Frage, ob es am siebten Tag anlässlich einer Geburtstagsfeier zu einer Versöhnung kommt. Tatsächlich passiert etwas, womit Lieschen Müller bei allen Zahlenspielereien nicht gerechnet hat. Sandra Kretzmann kommentiert die vergnügliche Erzählung mit ironisch-satirischen Schwarz-Weiß-Zeichnungen. Eher beiläufig können Kinder im Vorschul- oder frühen Volksschulalter hier etwas über die Bedeutung von Zahlen in unserem Leben lernen. Für ältere Kinder und für Jugendliche (oder auch für Erwachsene mit so rudimentären mathematischen Kenntnissen wie die Journalistin), eignen sich Eirik Newth' "Geschichten aus der tollen Welt der Zahlen". Der Norweger hat schon mit einigen Büchern zu den Themen Wissenschaft und Forschung bewiesen, dass er als studierter Astrophysiker über viel Wissen verfügt und zugleich viel Verständnis für alle aufbringt, die dies nicht tun. Mit seinen Büchern trägt er dazu bei, die Kluft zu überbrücken. Mit anschaulichen Beispielen und lockerem, aber nicht anbiederndem Ton weckt er selbst bei Mathemuffeln Interesse für die Zahl Pi - oder macht zumindest nachvollziehbar, warum manche anderen Menschen sich so brennend für diese Zahl interessieren, dass sie viele Jahre ihres Lebens auf die Erforschung dieser Zahl verwenden (verschwenden hätte man allenfalls vor der Lektüre gesagt). Bei der zahlengeschädigten Journalistin jedenfalls sind Erik Newth' Erklärungen auf einen Boden gefallen, den sie selbst längst als unfruchtbar abgeschrieben hatte. Sie weiß jetzt zum Beispiel, dass sie den Computer, an dem sie gerade ihren Text schreibt, den Bemühungen englischer Code-Knacker verdankt: Sie bauten im Zweiten Weltkrieg den ersten Computer der Welt, um deutsche Geheimcodes zu entschlüsseln. Die verständlichen Texte sind zudem in ein von Hildegard Müller übersichtlich gestaltetes und witzig illustriertes Layout eingebunden. Dass sie mal von einem Mathematikbuch begeistert sein würde, damit hätte wiederum die Journalistin nicht gerechnet. Währenddessen hat sich der Ingenieur in Johnny Balls Buch über "Die verrückte Welt der Zahlen" vertieft. Mit gerunzelter Stirn versucht er, die logischen Rätsel im hinteren Teil zu lösen. Die Journalistin hatte das nur kurz versucht und ist erleichtert zu hören, dass auch dem Ingenieur nicht alles sofort einleuchtet. Beiderseitige Zustimmung findet die Zeitleiste mit den Kurzporträts großer Mathematiker, beiderseitiges Interesse die Erklärung von Fraktalen. Spannend sind die Versuche mit dem eigenen Gesicht und Spiegeln zum Thema Symmetrie. Das ausführliche, mit vielen Farben und grafischen Elementen mitunter etwas sehr bunt gestaltete Buch bietet informativen und unterhaltsamen Stoff für viele Stunden, richtet sich aber in seiner Ausführlichkeit eher an Menschen mit hoher Mathe-Affinität und entsprechender Lust am Tüfteln. Aus Sicht anderer (ehemaliger) Schüler würde es allerdings nicht schaden, wenn Mathelehrer ihren Unterricht mit dem einen oder anderen Bastelbeispiel und Experiment aus dem Buch zumindest etwas anschaulicher gestalten würden. *ag* Christina Rademacher
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