Bibliothek der Marktgemeinde Abtenau

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Die Seelen im Feuer

Bezeichnung Wert
Titel
Die Seelen im Feuer
Untertitel
historischer Roman
Verfasserangabe
Sabine Weigand
Medienart
Person
Verlag
Ort
Frankfurt/M.
Jahr
Umfang
523 S.
ISBN10
3-8105-2663-0
ISBN13
978-3-8105-2663-2
Annotation
Hexenverbrennungen im Bamberg des 17. Jhs. (DR) Cornelius Weinmann, Doktor der Medizin, kehrt von seinem Studium in Italien in seine Heimatstadt Bamberg zurück, um die Nachfolge seines Vaters anzutreten. Familie Wolff ist eine angesehene Bürgersfamilie: Vater Abdias betreibt die Mohrenapotheke, seine Tochter Johanna ist ihm dank ihrer großen Kenntnisse in Kräuterkunde eine tüchtige Hilfe. Alles scheint beim Alten geblieben zu sein, bis ein Jesuitenschüler "pubertäre Spinnereien" verbreitet und somit die Hexenjagd auslöst. Der jämmerliche, nur auf sein Wohlwollen bedachte, regierende Fürstbischof ist unfähig, dem Einhalt zu gebieten. Er macht sich abhängig vom Rat seines listigen Weihbischofs Förner, der gegen die teuflischen Machenschaften unbarmherzig vorgehen will. Das Unheil nimmt seinen Lauf: Die Anschuldigungen machen vor niemandem Halt - ob arm oder reich, ob Mann oder Frau, ob Kind oder Greis. Jedem wird unter schwerster Folter das Geständnis abgerungen, mit dem Teufel im Bunde zu sein. Auch Johanna kommt in den Kerker. Cornelius kann jedoch ihre Freilassung beim Fürstbischof erbitten, da dieser ihm noch etwas schuldet. Schließlich wird auch Vater Abdias verhaftet, er kann jedoch fliehen. Zusammen mit Dorotheas Ehemann Flock reist er nach Wien, um beim Kaiser Eingriff in die fürchterlichen Prozesse zu erwirken. Der Jesuitenpater Kirchner begibt sich gleichzeitig nach Rom, kann bis zum Papst vordringen und erhält das Dekret zur Abdankung des Fürstbischofs. Somit nimmt die Schreckensherrschaft in Bamberg ein Ende, für Dorothea kommt dieses Mandat aber zu spät. Die Autorin ist Historikerin und hat Bamberg als Schauplatz ihres Romans wegen der vielen noch vorhandenen Aufzeichnungen gewählt. Die Protagonisten sind fiktive, aber auch historische Personen. Die Geschehnisse umfassen lediglich den Zeitraum von 1626-1632, in dem über 800 Hexenverbrennungen vollzogen wurden! Die Schilderungen über Prozessverlauf, Folterungen und Familienschicksale sind sehr eindringlich - sensible LeserInnen sollten sich vor der Lektüre dessen bewusst sein. Ein empfehlenswertes Buch!