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      <marc:subfield code="a">Erzählende Literatur: Gegenwartsliteratur ab 1945</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Was ist aus uns geworden? Aus unseren Träumen, Plänen und der Liebe unseres Lebens?&#xD;
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Vor 25 Jahren schrieb Ildikó von Kürthy ihren ersten Roman, «Mondscheintarif». Nun ist die Heldin von damals zurück.&#xD;
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Sie ist auf der Flucht vor ihren Erinnerungen. Schon seit einer halben Ewigkeit. Bis ihr ein altes Tagebuch in die Hände fällt. Es hatte ein Happy End. Doch das Leben ging weiter. Sie heißt Cora Hübsch, ihre Kinder sind groß, und ihre Ehe ist gebrechlich. Zu viel Alltag, zu wenig Abenteuer. Aber an diesem Wochenende spielt ihr Leben verrückt: das vertauschte Kleid, die alte Schuld, die schemenhafte Gestalt auf dem Foto. Ist das Zufall? Oder eine letzte Chance?&#xD;
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Liebe Leserin, liebe Freundin!&#xD;
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Wer warst Du, wer bist Du, und wer willst Du werden? Bist Du zufrieden mit dem, was Du aus Dir gemacht hast? Hast Du Dich entfaltet, und bist Du verantwortungsvoll umgegangen mit Deinem Leben, Deiner Zukunft, Deinem Körper, Deinen Träumen und Talenten? Diese Fragen stelle ich mir, wenn ich mein Gesicht von vor fünfundzwanzig Jahren anschaue. Damals bekam ich einen Anruf, der mein Leben veränderte, von einer Frau, der ich immer dankbar und tief verbunden sein werde. Die Lektorin Britta Hansen hat mich ermutigt, meinen ersten Roman zu schreiben. „Mondscheintarif”. Ich sehe so viele Träume und Hoffnungen in den Augen meines früheren Ichs. Irgendwann werde ich lernen, dass es eine große und vornehme Kunst ist, Hoffnungen zur rechten Zeit aufzugeben und aus Träumen früh genug zu erwachen. Ich werde lernen, stolz zu scheitern, statt mich meiner Fehler und meiner Schwächen zu schämen. „Mondscheintarif”. Heute frage ich mich: Und dann? Wie ist es weitergegangen nach dem letzten Satz? Ich bin längst in dem Alter, in dem es mich mehr als alles andere interessiert, was nach dem Happy End geschieht. Ist das nicht das eigentliche Abenteuer? Die Bewältigung des Alltags und die stete Verteidigung der Liebe und des Lebens gegen die Routine? „Mondscheintarif”. Ich wollte wissen, was nach dem glücklichen Ende passiert ist, und habe ein Vierteljahrhundert später einen Roman geschrieben, der die Geschichte weitererzählt: „Eine halbe Ewigkeit”. Der Titel sagt aus, was ich heute bin und empfinde: Ich stehe in der Mitte meines Lebens. Grau werdend und vielfarbig verblühend, gezeichnet, mehrmals gefaltet, lebenserfahren und meist ein wenig müde. Mit Schlupflidern und Zahnkronen, Besenreisern und Hängehintern, voller Narben und voller Demut. Mit vielen Antworten und noch mehr Fragen. So viel Schicksal, Glück und Unglück. Lebenswege und Lebensumwege. Vielleicht bin ich zu alt für Träume. Vielleicht bin ich alt genug, um meine Träume durch Ziele zu ersetzen. Dafür ist jetzt die richtige Zeit. Endlich alt genug. Mein Leben ist gut. Nicht weil es schön ist. Sondern weil es bunt, dunkel und hell, reich und erbärmlich, beängstigend, befremdlich, einzigartig, gewöhnlich und großartig ist. Ich sehe in den Spiegel, ich erkenne mich und denke: „Die Alte da, die gefällt mir.”&#xD;
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Sehr herzlich!&#xD;
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Deine Ildikó</marc:subfield>
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