Spuren am Fluss

Bezeichnung Wert
Titel
Spuren am Fluss
Verfasserangabe
Cross, Gillian
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
Wien
Jahr
Umfang
214 S.
ISBN10
3-8000-2480-2
ISBN13
978-3-8000-2480-3
Schlagwort
Annotation
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Anita Ruckerbauer; Erlebnisse eines Jugendlichen mit einem jüngeren Außenseiter in einer englischen Kleinstadt. (ab 12) (JE) Der elfjährige Peter scheint der geborene Außenseiter zu sein - klein, schmächtig, mit Augen, die oft ins Leere starren. Ein einsamer Junge, der bei den anderen Kindern der Schule Mißtrauen, Angst und schließlich offene Ablehnung, ja sogar Aberglaube und Hexenwahn weckt. Nur Charlie, ein Schulfreund seiner älteren Schwester, nimmt sich seiner an und versucht, mehr über Peter und sein seltsames Zuhause zu erfahren. - Das Thema Kindesmißhandlung in der Familie wird eingangs durchaus seriös, behutsam und glaubwürdig angegangen, dann jedoch bedient sich die Autorin leider allzu oft gängiger Klischees wie völlig ignoraten und gleichgültigen Lehrern und einem psychisch schwer gestörten, tyrannischen Vater, der am Ende doch noch die Liebe zu seinem Sohn entdeckt. Daß der mißhandelte Peter durch sein Verhalten bei seinen Mitmenschen auf Ablehneung stößt, wäre an sich ja schlimm genug. Daß seine Mitschüler hinter seinem reglosen Starren, in das er in Konfliksituationen immer wieder verfällt, gleich Hexerei und den bösen Blick vermuten, ist in der Zeit von Cyberspace und Computer vielleicht nicht mehr ganz so glaubwürdig. In diesem Zusammenhang stört auch, daß der englische Ausdruck "evil eye" für "böser Blick" beharrlich wörtlich mit "böses Auge" wiedergegeben wird. Peters Fähigkeit, in Notsituationen gleichsam seinen Körper zu verlassen und in den Körper eines wild lebenden Otters zu schlüpfen, mag zwar durchaus dem Wunschdenken eines Mißhandlungsopfers entsprechen; es dann aber auch tatsächlich geschehen zu lassen, tut der Seriosität des Romans nicht gut. Für einen Fantasy-Roman ist das fantastische Element viel zu wenig ausgeprägt. So wirkt der Schluß lediglich unbefriedigend und bietet keine echte Konfliktlösung an. ---- Quelle: Kommission für KJL; Autor: (1992-1997); Eine in psychologischer Hinsicht großartig geschriebene Geschichte über einen Jungen, der seine Ängste und seine Sehnsucht nach Freiheit in einen am Fluß lebenden Otter projiziert. Der Autorin gelingt es durch psychologische Raffinesse und subtile Vieldeutigkeit, die LeserInnen in ihren Bann zu ziehen. In kraftvoller, aber auch poetisch-sinnbildhafter Sprache werden die Nöte und Ängste eines Kindes dargestellt und in eine klug gebaute und außerordentlich spannende Erzählung rund um ein Fotoprojekt über den Fluß eingebettet. ---- Quelle: STUBE (http://www.stube.at/); Die Geschichten zweier grundverschiedener Jungen beginnen sich zu überschneiden und steigern einander zu höchstem, psychologisch feinmaschig gesponnenem Spannungsniveau: Da ist der ausgeglichene, charmante, mit seiner Umwelt bestens harmonierende Charlie, der begeisterte Fotograf. Er lernt im Fotoklub der Schule Jennifer kennen und deren seltsamen Bruder Peter, der seines starren Blicks und seiner auffallend hellen Augen wegen Aggressionen auf sich zieht. Schon bald erzählt man sich, dass in seiner Nähe unerklärliche Unfalle passieren. Bei seinen ausgedehnten Spaziergängen durch eine unberührte Flusslandschaft auf der Suche nach Fotomotiven kommt Charlie dem Geheimnis rund um Peter immer näher. Aber welche Rolle spielt der Otter, den er dabei ebenfalls aufgespürt hat und der in einer geheimnisvollen Verbindung zu Peter zu stehen scheint. Der völlig irrationale Terror gegen Peter in der Schule eskaliert ulnd mündet in eine überraschende Lösung. Eine in psychologischer Hinsicht großartig geschriebene Geschichte über einen Jungen, der seine Ängste und seine Sehnsucht nach Freiheit in einen am Fluß lebenden Otter projiziert. Der Autorin gelingt es durch psychologische Raffinesse und subtile Vieldeutigkeit, die LeserInnen in ihren Bann zu ziehen. In kraftvoller, aber auch poetisch-sinnbildhafter Sprache werden die Nöte und Ängste eines Kindes dargestellt und in eine klug gebaute und außerordentlich spannende Erzählung rund um ein Fotoprojekt über den Fluß eingebettet. Weitere Rezensionen buchprofile 6/97, S.976 Eselsohr 2/98, S.17 bn 5/97, S.854 EvBuBe 3/97, S.352 STUBE - Seitenweise : www.stube.at
BEMERKUNG
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Übersetzung
Deutsch
Trägermedium
Band